Sonntag, 22. Mai 2016

2,5 Wochen ohne Handy - Irgendwas fehlt immer

Heute habe ich gedacht, ich schreibe mal nen kurzen Post darüber, wie es so war, als mein Handy letzen Monat kurzfristig beschloss, dass es keine Lust mehr hat und einfach seinen Dienst quittiert hat. Viel Spaß!

Zwei und eine halbe Woche ohne Handy. Kann man das heutzutage überleben? Ja, man kann! Ich muss ehrlich sagen, ich habe das Handy an sich weniger vermisst, als ich anfangs vermutet hätte. Ohne Handy kam ich an sich super klar, es war eher so, dass ich zu bestimmten Zeitpunkten verschiedene Funktionen vermisst habe. Aufgrund dieser ließ sich bei mir die Zeit ohne Handy in drei "Phasen des Vermissens" unterteilen.

Phase 1 (die ersten Tage): Uhr
Da ich keine Uhr trage, nutze ich immer mein Handy, wenn ich wissen möchte, wie spät es ist und es kommt nicht selten vor, dass ich es wissen möchte. Gerade wenn ichan einer Bushaltestelle steht oder irgendwo unterwegs bin, überprüfe ich gerne mal die Zeit. Ich weiß gar nicht, wie oft ich die ersten Tage sinnlos in meine Hosentasche gegriffen habe um dann immer wieder festzustellen, dass ich ja gar kein Handy mehr habe... Wenn ich in der Stadt war, konnte ich mir stets helfen, da dort immer einige Uhren zu finden sind, abseits davon habe ich mein Handy aber anfangs wirklich vermisst, da mein Zeitgefühl noch nie das Beste war.

Phase 2 (ca. eine Woche später): Musik
Wer hat keine Musik auf dem Handy? Normalerweise ist morgens eine der ersten Bewegungen erstmal zum Handy, um Musik anzumachen. Dafür ließen sich zum Glück relativ alternative Möglichkeiten finden, sodass ich zu Hause nicht auf Musik verzichten musste. Erwischt hat es mich dann, als ich nach ca. einer Woche nach Frankfurt fuhr, was ne Strecke von ca. sechs Stunden war.
Eine solche Strecke ohne Musik zu verbringen ist jetzt nicht unbedingt eine Erfahrung, die ich schnell wiederholen möchte. Bei diesen Fahrten habe ich mein Handy bzw. vielmehr die Musik auf diesem wirklich vermisst.

Phase 3 Kontakte (nach ca. 1,5 Wochen)
Die erste Woche ohne immer mal wieder zu gucken, wer einem denn jetzt schon wieder geschrieben hat, war wirklich entspannt und alles war super. Aber irgendwann fängt man dann doch an, die Kontakte mit guten Freunden zu vermissen. Mit einigen schrieb ich ab und zu mal über Facebook, allerdings haben das nicht alle oder nutzen es nicht regelmäßig. Und so hatte ich zum Teil zu guten Freunden bereits über eine Woche keinen Kontakt, mit denen ich sonst fast täglich geschrieben habe.
Irgendwann beginnt man das dann doch zu vermissen

Noch was?
Ja! Wenn ich unterwegs bin lese ich gerne andere Blogs und schreibe Kommentare und ich habe wirklich gemerkt, wie meine Aktivität dadurch abgenommen hat und irgendwie bin ich auch noch nicht ganz zurück, aber ich denke, ich bin auf nem guten Weg ;)

Die Neubeschaffung
Relativ schnell war mir klar, was für ein neues Handy ich haben möchte und nachdem ich aus Frankfurt zurück war, bestellte ich es gleich am Sonntag Abend. Obwohl es aus den Niederlanden kam, konnte ich es schon am Dienstag in den Händen halten. Hierfür muss man Google echt mal loben, deren Versand (kostenlos) ist echt top.
Leider musste ich dann feststellen, dass meine alte Simkarte zu groß ist und ich eine neue bestellen muss. Hier hat sich mein Prepaid-Anbieter leider nicht wirklich mit Ruhm bekleckert. Eine neue Karte konnte man natürlich nicht mit Guthaben bezahlen, sondern nur per Überweisung. Also am Dienstag noch schnell die Onlineüberweisung gemacht. Freitag Mittag (Donnerstag war Feiertag) erhielt ich dann eine Mail, dass das Geld angekommen war. Und jetzt kommt der Teil, der mich wirklich verärgert hat: Montag Abend erhielt ich eine Mail, dass sich mein Anbieter mal bequemt hat, meine Karte zu verschicken. Dies kam dann zum Glück noch am Dienstag an und mein neues Handy war endlich einsatzfähig.

Weitere Funktionen
Die drei "Phasen des Vermissens" haben mich noch einmal überlegen lassen, was ich noch hätte vermissen können und was ich gerade nicht vermisst habe.
Nicht vermisst, weil ich es in dieser Zeit nicht benötigt habe, habe ich Google Maps. Gerade wenn ich mal weiter außerhalb bin oder ne bestimmte Adresse suche, benutze ich gerne Maps, in den zwei Wochen habe ich es aber zum Glück nicht gebraucht.
Lustigerweise gar nicht vermisst habe ich die Handyspiele. Normalerweise spiele ich relativ viel auf dem Handy weil man es so schön "nebenbei" machen kann. In den Wochen ohne habe ich mir dann aber einfach andere Beschäftigungen gesucht, die natürlich nicht weniger produktiv waren :D

So ganz kurz war der Post jetzt nicht. Irgendwie war es doch mehr, als ich erst dachte ^^
Wie war denn euer letztes mal ohne Handy? Habt ihr es als ganzes vermisst oder immer nur einzelne Funktionen? Und welche Funktion habt ihr am meisten vermisst?
Euer Büchernerd

Kommentare:

  1. Hallöchen =)

    DAs ist doch mal ein interessanter Post! =). Ich kann das alles total nachvollziehen, was du hier geschrieben hast. Deine Phasen des Vermissens ^^.

    Ich hatte im Dezember 2015 auch eine Phase ohne Handy und da bricht natürlich erstmal innerliche Panik aus. Es gab sicherlich keinen Tag, an dem ich nicht an mein nicht funktionierendes Handy gedacht habe, aber insgesamt habe ich mich doch viel freier gefühlt.
    Es war für mich total erschreckend, wie zwanghaft ich mir schon angewöhnt hatte, in kurzen Abständen und in bestimmten Situationen zum Handy zu greifen. Das fiel mir echt erst auf, als es nicht mehr da war. Total erschreckend.
    Wie du habe ich auch den Austausch vermisst, den ich sonst so täglich über Whatsapp pflege. Man hat ja immer das Gefühl, man würde was verpassen. Aber ehrlich gesagt ist es genau anders herum. Durch das ständige Handy-Starren verpasst man um sich rum viel zu viel. Ich hab mir seither geschworen, den Konsum zu reduzieren und zu gewissen Zeiten mal bewusster zu leben ohne das Ding ständig in die Hand zu nehmen.
    Naja was soll ich sagen? Ich arbeite noch dran ^^

    LG
    Anja

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    1. Hi :)

      Ich gucke egtl. auch viel zu viel auf das Handy aber irgendwie hat man sich das ohne auch gar nicht vermisst.
      Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass der Blick auf Handy ein Lückenfüller war, wenn man gerade keinen guten Plan hatte, was man mit der Zeit machen soll.
      Und kaum hatte ich wieder ein Handy ging es auch schon wieder los, obwohl ich ohne auch super ausgekommen bin.
      Irgendwie komisch ^^

      Liebe Grüße :)

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  2. Ich gehör zu denen, die von ihren Eltern als Teenager gezwungen wurden, sich ein Handy zu holen :P
    Mittlerweile kann ich in der Hinsicht nicht drauf verzichten, da ich regelmäßig mit dem Auto fahre und bei Problemen/Pannen/Stau immer direkt jemanden anrufen kann. Dafür ist es mir auch mit am wichtigsten.

    Alle anderen Kontake laufen in real life ab oder via PC/Notebook. Da würde man am Ende wohl nur wenige vermissen übers Telefon, da ich die, die mir wichtig sind, auch so oft sehe ;)

    Aber, ein sehr interessanter Post!
    Mein Drang ein neues Telefon zu holen liegt momentan er darin, dass die Technik sich viel zu schnell entwickelt und Grafik inzwischen so hochaufgelöst auf allen Kanälen zu finden sind, dass "ältere" Modell mit ihren Betriebssystemen da nicht mehr mitkommen ... :/

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    1. Ein Handy hatte ich so ungefähr mit allen zusammen aber beim Smartphone habe ich schon sehr lange gewartet ^^

      Einige Kontakte, darunter mit einigen Bloggern, habe ich fast nur über WhatsApp und gerade Leute die 200km+ wegwohnen, kann man dann leider nicht mal eben so sehen ^^

      Hätte mein aktuelles Handy nicht seinen Geist aufgegeben, hätte es bei mir wohl auch noch ein bisschen gedauert, bis ein neue gekommen wäre :D

      Liebe Grüße :)

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