Sonntag, 24. Januar 2016

[Rezension] Wir sind Cyborgs - Alexander Krützfeldt

Schon wieder Sonntag und es gibt wieder eine neue Rezension. Diesmal habe ich dafür vom Aufbau Verlag ein Rezensionsexemplar erhalten. Vielen Dank und viel Spaß!

Allgemeines:
Titel: Wir sind Cyborgs
Autor: Alexander Krützfeldt
Illustratorin: Annelie Kretzschmar
Verlag: Aufbau Verlag
Quelle (gilt ebenso für Cover und Klappentext)

Einleitung:
Letztes Jahr im Dezember erreichte mich eine Mail von Aufbau Verlag mit neuen Büchern und dieses Buch sprach mich direkt an, da ich das Thema generell sehr interessant finde und auch schon das eine oder andere zum Thema gelesen habe.
Einen großen Dank geht an den Verlag, der mir das Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat. Vielen Dank!

Cover:
Mir fällt es gar nicht so leicht zu beschreiben, was auf dem Cover abgebildet ist. Ich würde es wohl als „stilisierten Cyborg“ beschreiben, auch wenn das wohl immer noch nicht die richtigen Worte dafür sind. Die Zeichnung hat nicht wirklich etwas mit der aktuellen Realität zu tun, passt aber sehr gut zu dem Titel und zu dem, was sich so mancher bei dem Wort Cyborg als erstes vorstellt. Das Cover würde mir in einem Bücherladen auf jeden Fall ins Auge springen und irgendwie mag ich es.

Inhalt:
„Wenn wir als Spezies überleben wollen, dann müssen wir anfangen, in neue Richtungen zu gehen.“ Tim Cannon, Grindhouse Wetware, U.S.A.
Nie war die Bindung zwischen Mensch und Maschine enger als jetzt. Schon bald werden Bauarbeiter mit Exo-Skeletten riesige Stahlträger in die Höhe wuchten, per Chip werden Nervenleiden einfach ausgeschaltet und Haustüren geöffnet werden. Schon bald könnten wir perfekt, schon bald könnten wir Cyborgs sein. 
Die schöne neue Welt – ist sie wirklich so nah? Und wollen wir sie überhaupt?
Alexander Krützfeldt trifft die wichtigsten Cyborg-Pioniere und zeichnet ein Panorama von großen Hoffnungen und berechtigten Ängsten
Wer ein reines Sachbuch erwartet, wird wahrscheinlich ein bisschen enttäuscht werden. Das Buch ist eher eine Sammlung interessanter Interviews und Gedanken des Autors als ein fundiertes Sachbuch. Dies ist aber nicht negativ. Das Buch ließ sich dadurch sehr locker lesen und wird für viele angenehmer als ein normales Sachbuch sein. Der Inhalt selbst ist hierbei relativ neutral gehalten und spiegelt viele verschiedene Meinungen wieder. Zudem muss man sagen, dass es in dem Buch hauptsächlich um die Praxis geht, also was aktuell schon möglich ist und genutzt wird, und weniger um die Theorie, die dahinter steckt, und mögliche Zukunftsszenarien, auch wenn diese natürlich auch in geringem Anteil enthalten sind. Insgesamt hat mir das gut gefallen.

Personen:
Die Auswahl an Interview-Partnern fand ich sehr gut, da so verschiedene Meinungen aufgezeigt werden konnten.
Der Autor selbst hat sich auch immer wieder durch seine Gedanken und Erzählungen selber eingebracht, schien dabei aber fast immer seine Neutralität zu wahren, was ein großer Pluspunkt ist.

Kritik:
Was ich mir von dem Buch noch erhofft hätte, ist mehr Tiefe. Das Buch gibt einen schönen Überblick über die aktuelle Lage kratzt dabei aber teilweise nur an der Oberfläche. An sich kann man das auch so machen, leider gibt es aber ekine Angaben, wo man dann noch mehr zu dem Thema erfahren könnte, falls man es denn möchte. Gerade dies empfinde ich in einem Sachbuch aber wichtig, da man häufiger mal Themen hat, zu denen man noch mehr erfahren möchte.
Auch fand ich ein bis zwei Antworten in Interviews ein bisschen komisch, da sie sich nicht exakt mit dem Decken, was ich bis jetzt gelesen habe. Leider wird auch da nicht weiter darauf eingegangen oder überhaupt eine Begründung geliefert, sodass ich mir in dem Moment doch ein Nachfragen des Autors nach irgendwelchen Quellen o.ä. Gewünscht hätte. Dies waren aber zum Glück Einzelfälle.


What else?:
Ähnlich der Zeichnung auf dem Cover, gibt es im Buch immer mal wieder eine Zeichnung, die von der Art her sehr ähnlich ist. Mir hat das gut gefallen, da sei das Buch zum einen ein wenig aufgelockert haben, zum anderen jeweils die realen Einsätze auf eine besondere (abgehobene) Art darstellen und man im folgenden Kapitel erfährt, was wirklich dahinter steckt.

Fazit:
Wer sich noch nicht viel mit dem Thema beschäftigt hat und einen leichten Einstieg in die Thematik sucht ist mit diesem Buch sehr gut beraten und hat von mir eine klare Kaufempfehlung.
Wer sich schon tiefer mit der Materie beschäftigt hat, wird vielleicht ein wenig die Tiefe vermissen aber dennoch das eine oder andere neue Wissen aus dem Buch mitnehmen.
Wer jedoch ein pures Sachbuch mit Quellenangaben erwartet, wird hier enttäuscht. Dies sollte aber wohl die Ausnahme sein.
Mir hat das Buch auf jeden Fall gefallen, auch wenn ich mir persönlich ein wenig mehr Tiefe gewünscht hätte.
Deswegen erhält das Buch von mir solide
4 von 5 Punkte

Zu welchem Thema würdet ihr am ehesten ein Sachbuch lesen?
Euer Büchernerd




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