Sonntag, 17. Januar 2016

[Rezension] AERA, Die Rückkehr der Götter - Markus Heitz

Wieder eine Woche rum und da ich immer noch ausstehende Rezensionen habe, geht es gleich mit einer weiteren in die nächste Runde. Viel Spaß!

Allgemeines:
Titel: AERA - Die Rückkehr der Götter
Autor: Markus Heitz
Verlag: Knaur TB
Quelle (gilt ebenso für Cover und Klappentext)

Einleitung:
Markus Heitz hat ein neues (gedrucktes) Buch veröffentlicht.Die einzige logische Reaktion? Ab auf die Wunschliste damit. Und so fand es dann zu Weihnachten den Weg zu mir und ich begann es zu lesen...

Cover:
9783426518618
Das Cover gefällt mir wirklich gut. Spätestens nach dem ersten Kapitel sollte klar sein, wer die dargestellte Person ist. Der Hintergrund stellt eine größere Stadt dar, die meiner Meinung nach ein bisschen verlassen aussieht. Was zwar nicht ganz zu den Städten im Buch passt, dem Cover jedoch einen eigenen Charme verleiht.
Wenn man sich die Buchstaben des Titels genauer ansieht, kann man „hinter“ den Buchstaben Zeichen erahnen. Ich vermute, dass die Zeichen zu einem Gott gehören, kann sie allerdings aufgrund ihrer Unvollständigkeit nicht zuordnen.

Inhalt:
Im Jahr 2019 herrscht eine neue Weltordnung: Die Götter kehren auf die Erde zurück. Alle Götter – bis auf einen. Während Odin, Zeus, Manitu, Anubis, Shiva und Co. sich ihre alten Kultstätten zurückholen und ihre Anhänger um sich scharen, warten Christen, Moslems und Juden vergeblich. Die einst mächtigsten Religionen der Welt werden bald als bedeutungslose Sekten belächelt. Mit »AERA - Rückkehr der Götter« hat Markus Heitz einen neuen Kosmos geschaffen - ein großes Vergnügen für alle Fans von düsterer Spannung und filmreifer Action!
(Klappentext)

In einer Welt von wieder aufgetauchten Göttern folgt man einem Ermittler von Interpol an seine Tatorte und den privaten Aufträgen, die er erhält.
Er hat dabei seine ganz eigene Einstellung zu den Göttern, was er auch häufiger betont.
Die Hauptgeschichte an sich schreitet beständig voran und ist an sich relativ linear. Allerdings fällt dies beim lesen kaum auf, da durch interessante Welt und die vielen „Nebengeschichten“ der Fokus beim lesen in die verschiedenen Richtungen abweicht.
Besonders interessant fand ich auch, dass die Geschichte zum einen aus der Sicht des Ermittlers oder ihm nahen Personen erzählt wurde, zum anderen aber aus der Sich des „Stalkers“ des Protagonisten. Diese Kombination habe ich so noch nicht gelesen, fand ich aber überraschend gut.

Charaktere:
Malleus Bureau, der Interpolermittler, hat eine Ereignisreiche Vergangenheit, zu der man nach und nach einzelne Puzzlestücke erfährt. Allerdings umschwirren diese Person noch weitere Geheimnisse, die nicht alle gelüftet werden. Persönlich fand ich diese Person sehr interessant, da sie zum einen eine sehr geheimnisvolle Seite hat, zum anderen aber auch sehr charakterstark ist und sich gerne seine eigene Meinung bildet.
Der Stalker ist eine weitere Person, die das Buch besonders macht. Er bleibt im Dunkeln und man erfährt nicht all zu viel über ihn direkt. Dafür hat man allerdings Einsicht in seine Gedanken, was einem einiges von seinem Charakter zeigt, wenn auch nicht alles.
Die letzte wichtige Person ist Lagrande. Ihre Vergangenheit wird hauptsächlich auf einen Ort reduziert. Vielleicht hätte man da noch ein bisschen differenzierter werden können. Insgesamt leistet sie aber einen sehr guten Job und man merkt, welchen Einfluss die Vergangenheit auf ihren Charakter hat.

Kritik:
Das Buch ließ sich wirklich gut lesen, ließ dabei aber noch einige Fragen offen, sodass ich bereits von einer Fortsetzung ausging. Anscheinend waren die bisherigen offenen Fragen und Möglichkeiten nicht genug. So kam plötzlich im letzten Absatz noch mal ein simpler aber effektiver Satz vor, der in einen großen Cliffhanger resultierte. In dem Moment kam ich mir ein bisschen überrumpelt vor, da aus einem meinen Gefühl nach fairen Cliffhanger ein richtig „übler“ (im Sinne von stark) wurde. Dies ist natürlich besonders fies, wenn zu einer Fortsetzung noch nichts offizielles zu vernehmen ist.


What else?:
Das Buch wurde zuerst Kapitel bzw. Episodenweise als E-Book verkauft, bevor jetzt die ersten 10 E-Books zusammen als ein gedrucktes Buch verkauft wurden. Dies merkt man der Erzählweise des Buches gewissermaßen an. Es gibt 10 einzelne Fälle und einen, der sich über das gesamte Buch erstreckt. Dies ist aber keinesfalls als negativ zu verstehen. So ergibt sich auf jeden Fall eine schöne Abwechslung.
Sehr schön fand ich, dass es am Ende des Buches noch ein „Götterlexikon“ gab, bei dem zu jedem Gott mindestens ein bis zwei weiterführende Sätze standen und man noch zu einigen Göttern was neues erfahren konnte. Die Inhalte des Lexikons basieren auf den entsprechenden Wikipediaartikeln.

Fazit:
Man nehme unsere Welt und füge alle Götter, die einen in den Sinn kommen, hinzu.
Man kombiniere es mit einigen wenigen sehr charakterstarken Charakteren und garniert es mit einer Erzählsicht, die so wahrscheinlich noch nicht viele gelesen haben und AERA kommt raus. Zumindest im wesentlichen. Aber gerade diese Punkte machen dieses wirklich sehr gelungene Buch für mich aus und gerade nach dem fiesen Cliffhanger am Ende hoffe ich auf eine baldige Fortsetzung.
Von mir erhält das Buch:
5 von 5 Punkte

Was war der letzte fiese Cliffhanger den ihr erleiden "durftet"?
Euer Büchernerd




Kommentare:

  1. Richtig fies ist mir grad kein Cliffhanger in Erinnerung... Vielleicht reagiere ich auch nicht mehr so stark darauf :D
    Auf jeden Fall klingt das Buch interessant. Und die Idee, dass die Christen etc. auf einmal keine Bedeutung mehr haben, finde ich witzig ^^

    Liebe Grüße :)

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    1. Normalerweise kann ich die auch gut ab, aber der war wirklich fies ^^
      Das hat mir auch gut gefallen, besonders da es auch gut umgesetzt wurde.
      Ich kann das Buch auf jeden Fall wärmstens empfehlen :)

      Liebe Grüße :)

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