Sonntag, 6. Dezember 2015

[Rezension] Exkarnation, Seelensterben - Markus Heitz

Es wird mal wieder Zeit für eine Rezension ^^ Da ich in letzter Zeit wenig zum bloggen gekommen war, liegt diese Rezi wirklich schon fast zwei Monate bei mir rum, deswegen wurde es mal so langsam Zeit. Viel Spaß!

Allgemeines:
Titel: Exkarnation - Seelensterben
Autor: Markus Heitz
Verlag: Knaur HC
Quelle (gilt ebenso für Klappentext und Cover)

Einleitung:
Den ersten Teil hatte ich bereits verschlungen und mit 5 Punkten bewertet. Als ich die Fortsetzung dann im Regal sah, musste ich nicht lange überlegen und nahm es sofort mit, bevor ich es dann kurze Zeit später auch las.

Cover:
9783426505939
Ich muss sagen, dass ich vom Cover wirklich begeistert war.
Der Stil des alten Covers wurde beibehalten, allerdings ein ganz anderes Motiv genutzt. Somit sind beide Cover einzigartig und dennoch ist die Reihenbeziehung sehr gut erkennbar. So soll es sein!
Der Ring passt sehr gut zu dem Buch, da er dort auch öfters vorkommt und eine nicht gerade unwichtige Rolle spielt, auch wenn er selten direkt erwähnt oder genutzt wird. Das Symbol erkennt man nach dem lesen des ersten Teils sofort. Es wird zwar im zweiten Teil nicht mehr erwähnt, allerdings ist dies in diesem Sinne auch nicht entscheidend.
Wenn man das Cover in der Hand hält, glitzert der Staub auch, was dem Cover irgendwie noch was besonderes verleiht.

Inhalt:
Eine Seelenwanderin auf der Jagd nach einem skrupellosen Entführer. Eine uralte Vampirin auf einer Rettungsmission, die sie an Orte führt, von denen es kaum ein Entkommen gibt. Ein Mann ohne Gedächtnis, der versucht, die Schuldigen zu finden. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis sich ihre Wege kreuzen …
(Klappentext)

Markus Heitz hat hier mal wieder eine astreine Forstsetzung abgeliefert. Der erste Teil wurde sehr gut weitergeführt, neue (teils schon aus anderen Büchern bekannte) Charaktere sind hinzu gekommen und die Story wurde entsprechend fortgesetzt.
Es hatte ein bisschen was vom Treffen der größten Buchcharaktere aus seiner der Feder des Autors (dazu später mehr) und alles hat sich mal wieder auf seine Weise zusammengefügt. Das Ende ist relativ offen, neue Bücher deuten sich schon an und dennoch wirkt es auf seine Weise geschlossen und fühlte sich für mich auch sehr befriedigend an. Falls ihr mehr zum Inhalt wissen wollt, rate ich euch, noch mal in die Rezi vom ersten teil zu gucken, da ich hier sonst spoilern müsste, was ich gerne vermeiden möchte.

Charaktere:
Fangen wir mal mit den Hauptcharakteren an.
Es gab Sia die Vampirin, welche ein klares Ziel hat, auch wenn die Wege dahin teilweise verschlungen sind.
Hinzu kommen noch Ares Löwenstein und Konstantin Korff, fast schon normale Leute, die sich dennoch nicht verstecken brauchen und sich gerne mal ins Getümmel werfen.
Fehlen darf natürlich auch nicht die Seelenwanderin Lene von Bechstein, die wie zu erwarten eine tragende Rolle übernimmt und sich auch in diesem Buch konstant weiterentwickelt.
Natürlich dürfen auch weitere Seelenwanderer, wie z.B. Dubois, nicht fehlen, auch wenn sie keine so gravierende Rolle wie die anderen einnehmen.
Insgesamt waren die Charaktere allesamt gut designed und Ihre Entwicklung wurde logisch fortgesetzt, auch wenn es wie bei Sia teilweise über Umwege war.

Kritik:
Wirklich große Kritikpunkte gibt es nicht, lediglich ein kleiner Logikfehler gibt es, welcher allerdings nicht kritisch ist, da er nicht direkt mit der Haupthandlung zu tun hat.
Der Organisation, die sich unter anderem mit dem Fangen von Monstern beschäftigt, ist ein besonderes Exemplar entwischt. Es wird versucht, es wieder einzufangen und da es im Meer entwischt ist, werden an den nahen Stränden Patroullien abgestellt, die sich um das Wesen kümmern sollen, falls es wieder auftaucht. Laut Buch sind zu dazu mit Flammenwerfern ausgerüstet.
Ab und zu sind nach Kapiteln Forschungsnotizen von der Organisation zu finden. In der Notiz zu der Art dieses Wesen gibt es den Unterpunkt zerstören/töten.
Dort steht dann allerdings, dass auf gar keinen Fall Flammenwerfer genutzt werden dürfen, da es sich sonst in eine lebende Fackel verwandelt und sehr gefährlich ist.

What else?:
Dieses Buch führt mal alle Handlungsstränge, die „in der realen Welt“ spielen zusammen. Anders ausgedrückt heißt das, dass man in diesem Buch die bekanntesten Personen aus der Ritus/Sanctum (Werwölfe) Reihe, der Kinder des Judas (Vampire) Reihe, der Einzelbände Oneiros (Todesschläfer), Blutportale (Wesen aus einer anderen Dimension) sowie Todesblick (mal ohne irgendwas besonderes) wieder trifft. Wie das jetzt alles auch noch mit Seelenwanderern zusammen passen soll, ohne abgedreht zu wirken oder zu „unrealistisch“? Das schafft wohl nur der Meister der Fantastik. Auf seine Art wirkt der die Welt sehr realistisch und überhaupt nicht abgedreht, auch wenn all diese Wesen sich dort herum treiben. Markus Heitz wollte mit diesem Buch alles unter einen Hut bekommen, um für neue Bücher wieder so einiges an Stoff zu haben. Dies ist ihm eindeutig gelungen.
Zudem wurden in diesem Buch noch zusätzliche Wesen angedeutet. Damit der Leser weiß, was da vor sich geht, hat er am Ende des Buch noch eine Kurzgeschichte (von ihm selbst geschrieben) hinzugefügt, die aus einer Kurzgeschichtensammlung mehrerer Autoren stammt, welche bereits erhältlich ist/war. Die Geschichte ist (wie zu erwarten) sehr gut. Allerdings scheint sie nicht zum Kanon der Bücher zu zählen. Es gibt einen relativ eindeutigen Hinweis, dass die Handlung vor diesem Buch stattfinden müsste, allerdings passt dann das Verhalten einer Person nicht so ganz. Von daher eine nette Ergänzung und mal gucken, wie es weiter geht.

Fazit:
Insgesamt konnte mich das neueste Buch von Markus Heitz mal wieder begeistern.
Über den kleinen Logikfehler sehe ich gerne hinweg, da er für die Haupthandlung unwichtig war und somit keinen großen Einfluss hatte.
Es ist also mal wieder ein Buch, wie es nur der Meister der Fantastik schreiben kann. Somit hat es sich folgende Wertung eindeutig verdient:
5 von 5 Punkte

Noch einen schönen Restsonntag/-nikolaustag.

Euer Büchernerd

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