Montag, 24. August 2015

Von einer Messe und einem außergewöhnlichen Konzert

Ich bin wieder zurück und der erste Post ist gleich über die Messe, die ich besucht habe (Gamescom) und ein bisschen drum herum. Es wird mal was anderes sein und ich bin auf eure Meinung gespannt :)

Warnung: Kann Spuren von Begeisterung erhalten! Kann viel Text enthalten!

Es begann alle mit... Planung. Dieser Teil wäre wohl eher langweile also werde ich ihn mal geschickterweise überspringen.
Wirklich los ging es dann Freitag Abend nach einem Arbeitstag. Gegen 18:30 fuhr mein ICE aus dem Norden Deutschlands los und ca. 5,5 Stunden kam ich in Köln an. Noch kurz mein Hotel aufgesucht, den Wecker auf 8 Uhr morgens gestellt und gegen 00:30 ins Bett gefallen.

1. Tag


Noch ein bisschen müde wachte ich auf und stellte fest, dass mein Wecker noch nicht am klingeln war. Also erstmal noch im Halbschlaf die Zeit geprüft. Es war 6:45. Schlafen wollte mein Körper auch nicht mehr wirklich also erstmal aufstehen und was frühstücken. Ich hatte im Kopf, dass die Gamescom um 10 Uhr losgeht und hatte noch ein bisschen Zeit. Also kramte ich zuerst mal das Ticket für den ersten Tag raus und stellte dann fest, dass die Messe doch schon um 9 Uhr losgeht. Da wusste mein Körper wohl besser bescheid als mein Kopf... Sachen gibts! :D
Ich machte mich also auf den Weg und traf gegen halb neun beim Messegelände ein. Nach nicht ganz 30 Minuten warten ging es dann endlich los. Ich betrat die erste Halle und war direkt ein bisschen überwältigt. Überall große Stände und alles sieht interessant aus. 
Ich entscheid mich zuerst einen groben Überblick zu gewinnen und machte mich auf durch die Hallen. In der zweiten Halle entdeckte ich den Stand von Oculus und stellte mich spontan da an, da die Schlange noch sehr kurz war. Sie war allerdings nur so kurz, da es gar nicht die Schlange für die Oculus Rift (VR-Brille) sondern für die Samsung VR. Die Rift-Schlange wäre auf der anderen Seite gewesen. Schlecht war es aber nicht. Da auf der anderen Seite aber eine extreme Schlange war, machte ich mich wieder auf den Weg die Hallen zu erkunden. 
Nachdem ich die meisten Hallen einmal abgegangen war, hatte ich schon das eine oder andere interessante entdeckt und ein weiteres Spiel für Handys (Relics of Gods) getestet.
Da bei allen interessanten Spielen lange Schlangen waren, musste ich wohl in den sauren Apfel beißen und mich irgendwo anstellen. 
Das Spiel was mich am meisten interessierte (Overwatch) hatte eine Schlange an deren Ende sich ein Schild mit der Aufschrift "Wartezeit 2-3 Stunden" befand. Nun gut. Im Endeffekt war es weniger als eine Stunde und das Spiel hat wirklich Spaß gemacht, sodass sich das warten gelohnt hat.
Langsam wurde es dann auch Mittag und der Magen wollte wieder gefüllt werden. Die Preise waren dann leider doch Messetypisch, sodass ich mich für eine Brezel und ein Getränk entscheid und dennoch auf einen Preis von 7 Euro kam. Nun gut, es war Messe also leistet man es sich mal :D
Frisch gestärkt ging es dann weiter und ich schlenderte ein bisschen über die Messe und blieb an der einen oder anderen Bühne einen Moment stehen.
Mein Hauptziel war aber der Stand/ die Bühne, bei dem die Entwickler des Spiels die Zwerge zugegen waren. Als ich ankam, wurden gerade einige T-Shirts zu dem Spiel in das Publikum geschmissen und ich habe direkt eins abbekommen. Lucky me! :) 
Die Zwerge beruht auf dem gleichnamigen Roman von Markus Heitz, welches einer meiner Lieblingsbücher ist, weswegen  ich gleich doppelt glücklich war.
Generell gab es auf der Messe so einige Goodies, sei es weil viele bei den Shows einfach ins Publikum geworfen werden oder auch, weil man für fast jedes anspielen was bekommen hat. 
Mittlerweile war es dann auch schon 16 Uhr (die Zeit vergeht wirklich schnell auf einer Messe) und ich hatte noch vier Stunden Zeit, also entscheid ich mich, noch zwei weitere Spiele zu testen (Guild War 2: Heart of Thorns sowie Battleborn). Beide Spiele gefielen mir sehr gut und so verließ ich zufrieden und begeistert das Messegelände.
In der nähe vom Hotel aß ich dann noch schnell was, stellte den Wecker auf 7 Uhr (man lernt dazu ^^) und sank sehr schnell in das Reich der Träume

2. Tag


Mein Körper steht anscheinend auf Kriegsfuß mit meiner Weckphilosophie und so erwachte ich bereits um 6 Uhr morgens (danke lieber Körper...).
Langsam fertig machen, in Ruhe frühstücken und dann war es trotzdem erst viertel nach sieben. Da ich nichts besseres zu tun hatte (und dachte, so meine Wartezeit an den ersten Ständen verkürzen zu können), machte ich mich schon einmal auf zum Messegelände und kam um viertel vor acht dort an. Natürlich war schon ein Schlange da, man ist ja natürlich nicht der einzige bekloppte, der sich schon eine Stunde vor Öffnung auf dem Gelände einfindet :D
Fünf Minuten vor der offiziellen Öffnungszeit ging es dann wieder los und ich bewegte mich zügig und zielstrebig zum Oculus Stand, da ich unbedingt noch die Oculus Rift testen wollte. Dort wurde ich dann erstmal von einer schönen Schlange empfangen. So viel zu meiner Idee, am Anfang weniger warten zu müssen. Nach fast zwei Stunden durfte ich dann die Oculus Rift endlich testen und ich muss sagen, dass das warten sich wirklich gelohnt hat. Die aktuelle Virtual Reality Technik ist wirklich umwerfend und spätestens nach dieser Erfahrung weiß ich, dass ich mir im ersten Quartal nächsten Jahres (aktueller Erscheinungstermin) direkt eine Oculus Rift bestellen werde. 
Da mich am Vortag Overwatch so extrem begeistern konnte und es wahrscheinlich (wenn ich nicht sehr viel Glück habe, für die Testphase ausgewählt zu werden) noch über ein halbes Jahr dauert, bis ich es wieder spielen kann, suchte ich den Stand erneut auf. Diesmal kündigte das Schild 3 Stunden Wartezeit an, aus der gestrigen Erfahrung schloss ich allerdings, dass es wohl höchstens eine Stunde sein sollte. Kaum hatte ich mich in der Schlange eingereiht, kam eine Standmitarbeiterin auf mich zu und fragte mich, ob ich mich allein angestellt hätte. Nach einer Bejahung meinerseits führte sie mich zu einem Kollegen, welcher mich dann wieder zu dem eigentlich Ausgang führte. Dort erwarteten mich dann drei Mitarbeiter von Ubisoft (eine andere große Spieleschmiede), eine Cosplayerin, sowie ein weiterer Besucher. Wir bildeten somit ein 6er Team und wurden dann an den nächsten freien Platz gebracht. Somit umging ich einfach die ganze Schlange und durfte noch mit Mitarbeitern eines großen Studios im Team spielen, war mal was anderes :D
Irgendwann schaltete sich auch der Hunger wieder ein und es gab des gleiche Menü wie bereits tags zuvor.
Das letzte Spiel welches ich auf der Messe testete war dann Fable Legends (bzw. dessen Multiplayer Modus). Auch hier stand zuerst das obligatorische Schlange stehen auf dem Programm. 
An dieser Stelle muss ich mal ein paar Worte dazu verlieren. Die ganze Zeit wenn ich von "Schlange stehen" geredet habe, meinte ich egtl. sitzen. Man kam zu einer Schlange und hat sich einfach hingesetzt, meist konnte man sich sogar irgendwo anlehnen. Es gab kein Gedränge und es haben sich häufig Gespräche mit Leuten entwickelt, die neben einem saßen. In regelmäßigen Abständen ging es dann vorwärts, wobei es auch da kein Gedränge gab und kurz danach wieder alle saßen. Es gab auch Stände, da saß kaum einer, das lag dann aber meist daran, dass sich dort die Schlange beständig fortbewegt hat. Insgesamt war das Schlange stehen aber deutlich entspannter und netter, als man es aus anderen Situationen kennt.
Fable Legends war nicht schlecht und ich hatte noch knapp über zwei Stunden Messezeit über. Da ich zeitgleich mit Messeende noch was anderes geplant hatte, zu dem ich nicht zu spät kommen wollte, schien mir die Zeit zu knapp, noch ein Spiel zu testen.
Also entschied ich mich, mir noch ein paar Bühnenshows (jeder große Publisher hatte eine große Bühne, auf der täglich mehrere Shows liefen). 
Zuerst kam ich an der Bühne von Wargamen (World of Tanks, etc.) vorbei, welche wirklich eine nettt anzusehende Bühnenschow parat hatten. Dann ging ich weiter und kam beim Bandai Namco stand vorbei, wo gerade ein Street Fighter Turnier auf großem Bildschirm ausgetragen wurde. Im Anschluss ging es dann wieder zur Blizzardbühne (Entwickler von Overwatch, World of Warcraft, etc.). Diese wollten sich natürlich nicht von anderen Studios in ihren Shows überbieten lassen und so hatten sie eine eigene Liveband im Gepäck (Songhammer) welche eine wirklich geile Show abgeliefert hat! Ich hatte vorher noch nicht von der Band gehört, in ihrem Herkunftsland (USA) scheint sie in diesem Gebiet allerdings eine größere Nummer zu sein, da sie unter anderem auch schon auf der San Diego Comic Con gespielt haben. 
Im Anschluss lief ich noch eine halbe Stunde durch die Hallen und gegen 17:30 machte ich mich dann auf, zu dem großen Finale, für welches ich mir bereits im Vorfeld ein Ticket gekauft hatte:

Das Konzert aka. Video Games Live


Um 18 Uhr sollte es losgehen, um 17:40 war ich in der zur Konzerthalle umfunktionierten Messehalle, um dort erstmal festzustellen, dass es meinen Sitzplatz nicht mehr gibt... Da die Nachfrage ein bisschen geringer als gedacht (aber dennoch hoch) war, wurden zwei Blöcke gestrichen und ich saß ein bisschen weiter vorne. Auch nicht schlecht :)
Gegen 18 Uhr fing dann das Orchester direkt an zu spielen und es trudelten immer noch Leute ein. Meine Gedanken in dem Moment waren "Das kann ja noch was werden!". Nach dem ersten Lied kam dann der "Moderator auf die Bühne und hat erstmal kurz was erzählt. Insgesamt werden an einem Abend immer 18-19 Arrangements aus einer Auswahl von 150 gespielt. Das macht es dann auch möglich, das in keiner Stadt das gleiche Konzert zwei mal gespielt wird. 
Während des Spielens der Stücke wurde auf einem großen Bildschirm Spielszenen aus den entsprechenden Spielen gezeigt. Teilweise wurde dies dann auch für kleine Scherze genutzt, was für eine sehr schöne Auflockerung gesorgt hat. Weiter Aufgelockert wurde das ganze nochmal durch kurze Videos, die zwischen den Stücken eingespielt wurden und z.B. die schlechtesten Videospielsynchronisationen oder die schlechtesten Titel als Inhalt hatten.
Mit jeder Minute habe ich das Konzert mehr genossen und selbst im Nachhinein bin ich immer noch extrem begeistert.
Im Anschluss an das Konzert gab es noch die Möglichkeit, sich CD's oder Poster zu kaufen und diese auch gleich vor Ort von den Hauptkünstlern (welche mit dieser Konzertserie um die ganze Welt fliegen) signieren zu lassen. Normalerweise bin ich ja nicht der Fan, sich anzustellen und sich was signieren zu lassen aber diesmal musste ich es einfach machen, da das Konzert einfach so extrem gut war. Und so befindet sich jetzt eine signierte CD in meinem Besitz :)
Mittlerweile war es dann auch schon ca. halb zehn und so verließ ich als einer der letzen das Messegelände und machte mich nach einem kurzen Schwenk über McDonalds (Sonntags um 10 hatte sonst nichts mehr auf :D) auf in mein Bett.

Fazit


 Wenn man an zwei Tagen insgesamt über 24 Stunden auf dem Messegelände verbringt, ist man danach aber ganz schön fertig, aber ich war auch glücklich :) 
Für den relativ geringen Eintrittspreis von 10,50€ pro Tag (inklusive ÖPNV) habe ich sehr viel erlebt und konnte auch einige interessante Spiele entdecken. Auch die Oculus Rift war ein Highlight für sich. 
Insgesamt war die Messe also wirklich genial und der Spaß wäre mir jederzeit wieder den Eintritt wert.
Nächstes Jahr wird es für mich folglich zu 99% wieder dort hin gehen (wenn nicht irgendwas unerwartetes dazwischen kommt) und vielleicht sogar einen Tag länger, mal gucken.
Das Konzert, zu dem ich mir separat eine Karte kaufen musste, konnte mich ebenfalls begeistern und es war sogar noch besser, als ich erwartet hätte. Wenn sie nächstes Jahr wieder zur Gamescom nach Köln kommen, werde ich die Chance wohl wieder nutzen. Wenn nicht, ergibt sich ja vielleicht mal die Chance in Hamburg oder so ein weiteres Konzert dieser Serie zu besuchen. Ich kann es nur empfehlen!

Dass war es dann auch mit meinem Bericht. Ich hoffe, der Text war einigermaßen unterhaltsam und ihr wurdet von der Länge nicht erschlagen.
Was haltet ihr generell mal von so einem/ einem bücherfremden Post?
Euer Büchernerd

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