Sonntag, 31. Mai 2015

[Rezension] Abyssos - Jan Aalbach

Kurz vor Ende des Monats gibt es nochmal eine Rezension für euch. Viel Spaß!

Allgemeines:
Titel: Abyssos
Originaltitel: Abyssos 
Autor: Jan Aalbach
Verlag: Piper
Quelle (gilt ebenso für Cover und Klappentext)

Einleitung:
Jan Aalbach, ein weiterer Autor, von dem ihr auf meinem Blog bereits was lesen durftet. Sein Debütwerk hatte mir wirklich gut gefallen und und wollte ich wissen, was er aus seinem zweiten Werk gemacht hat.
Ostern kam dann das Buch zu mir. Nicht ganz einen Monat später habe ich es dann begonnen und nach fünf Tagen auch bereits wieder beendet.
Dabei enthielt das Buch noch eine kleine Überraschung.

Cover:
Abyssos
Das Cover ist einfach der Hammer. Zu 100% kann ich nicht sagen, was die Abbildung ist, allerdings kann man die Intention erkennen, wenn man das Buch gelesen hat. Ich muss sagen, es passt gut zusammen. Auch gefällt mir die Farbgebung sehr gut. Ich meine sogar, im Hintergrund ein Gesicht ausmachen zu können. Auch das passt zur Geschichte, auch wenn man ein bisschen abstrakter denken muss.
Meiner Meinung nach ist das Cover einfach nur super.
Eine kleine Einschränkung gibt es allerdings dennoch, weil ich etwas nicht verstehe. Bereits das erste Buch von Jan Aalbach war im Bereich der Fantasy angesiedelt, auf dem Cover stand aber Thriller. Als Folge gab es auf so mancher Plattform (u.a. Amazon) nicht ganz so gute Rezensionen, weil es ja kein richtiger Thriller sei. Beim zweiten Band wurde nun genau das wiederholt. Ich verstehe nicht, warum dies wieder gemacht wurde und man nichts aus der Vergangenheit mitgenommen hat, denn dadurch werden diese wirklich guten Bücher nicht so gut bewertet, wie sie es eigentlich verdient hätten.

Inhalt:
Der Notarzt Pit Zuckmayer hat den Tod seiner Frau nie überwunden – er fühlt sich schuldig daran. Doch als er beschließt, seinem Leben ein Ende zu setzen, wird er ausgerechnet in diesem Moment zu einem Einsatz gerufen. Offenbar hat sich ein Selbstmörder vor die U-Bahn geworfen. Pit kann den schwer verletzten Mann nicht mehr retten, nur die geheimnisvollen Worte, die er fortwährend wiederholt, erschrecken Pit mehr, als er sich erklären kann. Dann taucht plötzlich eine undurchsichtigen Frau auf, die sich als Kommissarin vorstellt und ihn warnt, mit niemandem über den Vorfall zu sprechen. Pit erkennt, dass er unfreiwillig etwas aufgewühlt hat, das älter und mächtiger ist, als er sich vorstellen kann – und das für alle Zeiten unentdeckt hätte bleiben sollen ...
Was sich erst wie eine Beschreibung für ein relativ normales Buch liest, täuscht den Leser ganz schön. Das Buch ist nämlich deutlich mehr. Ich weiß nicht genau, was ich euch zuerst erzählen soll.
Die Geschichte nimmt sehr schnell an Fahrt auf und der Klappentext wird relativ schnell überholt, sobald die ersten Fantasyelemente ins Spiel kommen.
Die Spannung lässt einen kaum los und auch in den ruhigeren Momenten war stets eine Grundspannung vorhanden, sodass ich das Buch gar nicht aus der Hand legen wollte.
Zuerst dachte ich, dass es sich um ein komplett vom Debütwerk unabhängiges Buch handelt. Das war es nicht, aber es war auch nicht schlimm. Man hätte das Buch auch sehr gut alleine lesen können. Der Protagonist des ersten Buches, Elias Meerbaum, spielt in diesem Buch eine Rolle, rückt dabei allerdings nicht zu stark in den Vordergrund. Die Geschichte spielt einige Jahre nach dem ersten Buch und beide Geschichten fügen sich sehr schön zusammen.
Weiterhin spielte ein sehr interessantes Thema in dem Buch eine zentrale Rolle. Das Thema der Blutspenden. Der Autor hat die Kritik an Blutspenden und dem festhalten an selbigen sehr gut in seine Story eingearbeitet. Am Ende gibt es auch noch mal ein paar Worte von ihm selbst zum Thema. Falls mich demnächst ganz unerwartet das Bedürfnis überkommen, schon wieder ein Sachbuch zu lesen, wüsste ich immerhin schon das grobe Grundthema, da der Autor mein Interesse für dieses Thema wecken konnte.


Charaktere:
Fangen wir mal beim Protagonisten Pit an. Pit ist am Anfang noch sehr unsicher, doch fasst er im Laufe des Buches neuen Mut. Er bekommt eine wichtige Aufgabe und konzentriert sich darauf sie zu verfolgen. Mir hat seine Entwicklung durch das Buch wirklich gut gut gefallen.
Nasrin Nafil war mir irgendwie sofort sympathisch. Sie hat einen sehr offenen und dennoch natürlichen Charakter. Man konnte ihr gut nachfühlen.
Die Beziehung in dem Buch hat sich in einem angenehmen Tempo entwickelt und konnte mich komplett einnehmen. Diesmal gab es auch keine der Story geschuldeten abrupten Sprung, sodass ich es diesmal sogar noch ein bisschen besser als im ersten Band fand.
Elias hat sich in den Jahren zwischen den Büchern konsequent weiterentwickelt und spielt in diesem Buch eine wichtige Rolle ohne von dem eigentlichen Protagonisten abzulenken. Dem Autor ist hier ein Spagat von besonderer Qualität gelungen.
Insgesamt fand ich die Charaktere und ihre Entwicklung fast noch ein bisschen besser als im ersten Werk.

Kritik:
Nach so viel Lob fällt mir leider gerade so gar keine Kritik ein, tut mir leid.

What else?:
Die wichtigsten Punkte haben ich irgendwie schon vorher eingearbeitet, weil sie mir so unter den Nägeln gebrannt haben.
Die Verbindung und dennoch Eigenständigkeit der beiden Werke fasziniert mich immer noch, genau so wie der Umgang mit dem Thema Blutspenden. Ich bin jetzt schon gespannt, wann das nächste Buch kommt und welches Thema es behandelt ^^


Fazit:
Hat mir dieses Buch gefallen? Ja!
Möchte ich mehr von dem Autor lesen? Nochmals ja!
Hat dieses Buch einen spitzen Bewertung verdient? Verdammt, ja!
Wenn ich an das Buch zurück denke, bin ich immer noch geflasht. Das Ende hatte nochmal seinen eigenen Kick und ich könnte wirklich noch stundenlang über das Buch und seine Thematik reden. Auch wenn ich folgende Bewertung erst vor zwei Büchern abgegeben habe, führt nun doch kein Weg daran vorbei. Alles andere würde sich wie Verrat am Buch und Autor anfühlen, deshalb folgende Wertung:
Lieblingsbuch

Habt ihr schon einmal so einen ärgerlichen Fehler des Autors bezüglich des Covers erlebt?

Euer Büchernerd

Kommentare:

  1. Prinzipiell klingt das Buch gar nicht mal so schlecht. ^^
    Was meinst du genau mit Fehler des AUTORS bezüglich des Covers? Das wird nämlich in der Regel vom Verlag festgelegt. ;) Und über das leidige Thema Cover könnte man stundenlang diskutieren. Ein Beispiel wäre das Cover eines Jugendbuches, das aussah wie ein Kinderbuch und somit einige potenzielle Leser abgeschreckt haben dürfte. o.O

    Liebe Grüße :)

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    1. Den ersten Satz habe ich jetzt mal nicht gelesen :P
      Das es in der regel vom Verlag festgelegt wird ist mir schon bewusst aber hat denn ein Autor so gar kein Mitspracherecht? Gerade nach dem ersten mal hätte ich doch als Autor alles versucht, damit genau dies nicht wieder geschieht ^^ Aber du hast Recht, der größere Fehler liegt wahrscheinlich beim Verlag.
      Gut, das klingt fast noch schlimmer :D

      Liebe Grüße :)

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    2. Dafür, dass mich das Buch eigentlich nicht anspricht, hast du mich mit deiner Rezi stark ins Nachdenken gebracht. :P
      Ich verlinke bei diesem Thema gerne zu einem (sehr amüsanten) Blogartikel einer Autorin, der sich mit ebendiesem Thema beschäftigt: http://blog.antonia-michaelis.de/?paged=50 Ist natürlich immer verlagsabhängig, inwieweit der Autor einbezogen wird, aber Marketingleute können seehr stur sein. ^^

      Liebe Grüße nochmal :)

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    3. Na gut, das klingt schon besser :P
      Danke schon mal für den Link, werde ich mir nachher mal durchlesen :)
      Dann hat der Marketingtyp in diesem Fall aber so gar keine Ahnung und hätte sich zusätzlich noch plausiblen Argumenten verschließen müssen :D

      Wie immer liebe Grüße ;)

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