Montag, 8. Dezember 2014

[Rezension] Control - Daniel Suarez

So, ich habe endlich die Motivation gefunden, meine vier vorgeschriebenen Rezensionen blogfertig zu machen und hier ist auch die erste. Viel Spaß.

Allgemeines:
Titel: Control
Autor: Daniel Suarez
Verlag: rororo
Quelle (gilt auch für Cover und Klappentext)

Einleitung:
Drei Bücher hatte der Autor bereits veröffentlicht. Drei Bücher habe ich bereits gelesen. Drei Bücher, die alle zu meinen liebsten Büchern gehören. Drei Argumente, warum ich mir dieses Buch kaufen musste. Also habe ich es mir gekauft und zwar direkt an dem Tag, an dem es hier in Deutschland veröffentlicht wurde.

Cover:

Tja, was soll ich zum Cover sagen? Ich glaube, hätte ich nur das Cover gesehen, hätte ich nicht sofort zu dem Buch gegriffen. Der Handlungsbezug des Covers ist aber größtenteils gegeben. Das große Gebäude im Vordergrund ist sehr einfach in die Handlung einzuordnen, auch wenn die umgebende Stadt nicht komplett passend ist. An sich sieht das Cover aber ganz ok aus, auch wenn mir das zum Zeitpunkt des Kaufes relativ egal war.

Inhalt:
"1969 eroberte der Mensch den Mond. Und was ist die größte Errungenschaft unseres Jahrhunderts? Facebook? Was wurde aus den Visionen der Vergangenheit? Warum gibt es keine großen Erfindungen mehr? 

Als dem Physiker Jon Grady die Aufhebung der Schwerkraft gelingt, hofft er auf den Nobelpreis. Doch statt Gratulanten kommen Terroristen, Grady stirbt. Das melden zumindest die Medien. Tatsächlich erwacht der Wissenschaftler in Gefangenschaft: Das hochgeheime «Bureau of Technology Control» entführt seit Jahrzehnten die brillantesten Wissenschaftler. Zum Schutz der Menschheit, angeblich, denn für Kernfusion und andere Erfindungen sei der Homo Sapiens noch nicht weit genug. Für die Gefangenen gibt es nur eine Wahl: Entweder Kooperation - oder eine türlose Zelle im Fels, tief unter der Erde. Doch die neuen Herren der Welt haben die Rechnung ohne Grady gemacht."

Daniel Suarez vermischt in seinen Büchern Wissenschaft mit dem, was in der Zukunft sein könnte. Dadurch erscheint der Inhalt doch irgendwie sehr real, auch wenn er nüchtern betrachtet sehr abgehoben ist. In jedem seiner Bücher hat er sich einer sehr interessanten Frage angenommen und das war auch in diesem Buch nicht anders.
Mich hat die Handlung schnell in ihren Bann gezogen. Ein kleines bisschen Interesse an Naturwissenschaften und Technik kann wohl nicht schaden, da gerade die ersten ein bis zwei Kapitel doch sehr physikalisch angehaucht sind. Aber auch ohne sollte es sich aushalten lassen, gerade weil man Unterstützung von einem der Charaktere bekommt.
Insgesamt ist die Handlung natürlich sehr futuristisch angehaucht aber genau das konnte man auch erwarten.
Auch das Ende empfand ich wieder sehr angenehm. Es ist relativ offen aber auf eine Art, die schön ist. Das hatte bisher jedes Buch vom Autor.

Charaktere:
Es gab ein paar Charaktere, die einen doch sehr an Stereotypen erinnert haben. Gestört hat mich das aber nicht besonders. Zwar hatten ein paar von diesen Charakteren eine wichtige Rolle, allerdings hat man auch viel Zeit mit anderen Charakteren verbracht.
Grade diese anderen Charaktere waren sehr interessant. Zum Teil machen sie eine sehr große Entwicklung während des Buches durch, was wirklich schön zu lesen war. Ein Charakter blieb sehr undurchsichtig, man hatte zwar Vermutungen, was er anstellen würde, aber wirklich richtig lag ich nie. Genau das hat auch super zu diesem Charakter gepasst.
Beeindruckend fand ich auch, dass es der Autor geschafft hat, dass ich mit einer AI mitfiebere. Die AI kann man als eigenen Charakter darstellen, der einen manchmal überrascht aber konsequent ist. Mehr kann ich leider nicht verraten ohne zu spoilern.

Kritik:
Bitte versteht mich jetzt nicht falsch, das Buch war wirklich gut. Allerdings muss ich auch zugeben, dass ich mehr erwartet habe. Die anderen Bücher von Daniel Suarez hatten mindestens einen Aspekt oder Charakter, der mich einfach komplett geflasht hat. Genau das hatte ich auch jetzt wieder erwartet, wurde aber leider enttäuscht. Woran es genau lag, kann ich leider nicht sagen aber es war einfach nicht der Daniel Suarez, den ich erwartet hatte.

What else?:
Das Buch ist wohl das am wenigsten auf Technik spezialisierte Buch von Daniel Suarez. Es gibt zwar auch wieder sehr viel Technik allerdings wird auch viel von der Naturwissenschaftlichen Seite betrachtet. Wer also einen sanften Einstieg in das Thema Technik à la Daniel Suarez möchte, ist mit diesem Buch gut beraten. Es ist zwar meiner Meinung das schlechteste Buch des Autors aber das hat auch den Vorteil, dass sich die folgenden Bücher noch steigern.
Das Daniel Suarez sehr gute Bücher schreibt hat sich wohl auch schon rumgesprochen. Bereits vor erscheinen des Buches wurden die Filmrechte eingekauft und zwar von dem bekannten Studio „20th Century Fox“. Ich bin gespannt, was sie aus diesem Buch machen werden. Die Umsetzung als Film kann ich mir auf jeden Fall gut vorstellen.

Fazit:
Wie man wahrscheinlich bereits heraus lesen kann, sind meine Gefühle für dieses Buch gemischt. Auf der einen Seite ist das Buch wirklich rundum gelungen, auf der anderen Seite habe ich dennoch mehr erwartet. Ich hatte erwartet, dass sich ein weiteres Buch zu meinen Lieblingsbüchern gesellt. Dies wurde leider nicht erfüllt. Dennoch handelt es sich meiner Meinung um ein sehr gutes Buch, dem man getrost 5 Punkte geben kann. Und da das Buch wirklich gut war, erhält es sogar noch eine leichte Tendenz nach oben, auch wenn mir diesmal das Besondere des Autors gefehlt hat.

Ich hoffe, es hat euch wieder gefallen
Euer Büchernerd

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