Donnerstag, 2. Oktober 2014

[Rezension] Exkarnation, Krieg der alten Seelen - Markus Heitz

Heute mal eine Rezension zu einem Buch eines Autors, von dem ich schon so einige Bücher gelesen habe. Heute mal ohne große Worte, viel Spaß:

Allgemeines:
Titel: Exkarnation - Krieg der alten Seelen
Autor: Markus Heitz 
Verlag: Knaur Taschenbuch
Quelle (gilt auch für Klappentext und Cover)

Einleitung:
Markus Heitz ist ein Autor den ich gerne lese. Ich habe von ihm 13 Bücher, inklusive diesem, im Regal stehen und ein weiteres liegt auf dem SuB. Aus der Bücherei hatte ich weitere sechs Bücher von ihm ausgeliehen und gelesen. War also keine große Überlegung, ob ich mir dieses Buch wieder kaufen werde. Erschienen ist das Buch am 01.08 also noch relativ neu und ich habe es mir dann auch so ein bis zwei Wochen später gekauft.

Cover:
9783426516232
Schwarzes Cover mit einem Totenkopf, der von einer Hand von oben gehalten wird. Der Hintergrund ist in schwarz gehalten, allerdings kommt vor allem in den Ecken ein Weißton durch, was das Buch abgegriffen aussehen lässt. Die Schriftzüge sind hauptsächlich in einem „verdreckten“ Weiß gehalten, passend zum Rest. Ein Schriftzug ist in einem Farbton gehalten, der nach lesen des Buches nur als Bernsteinfarben beschrieben werden kann. Dies passt sehr gut zum Inhalt.
Spannend wird es auf der Innenseite der Klappbroschur. Der Hintergrund ist in dem gleichen Stil gehalten, allerdings ist dort im Vordergrund ein Bernsteinamulett an einer Kette abgebildet. Auch dieses spielt seine Rolle im Buch und ist auch sehr schön dargestellt.
Insgesamt finde ich das Cover super. Es ist nicht überladen und stellt Bezug zum Thema her, den man aber teilweise erst erkennt, wenn man das Buch gelesen hat. Einfach klasse.

Inhalt:
Ein Wagen rast unvermittelt auf sie zu und überrollt sie. Claire stirbt an Ort und Stelle, obwohl sie ihrem Mann noch helfen wollte, der vor ihren Augen bei einem ­Überfall erschossen wird – doch ihre Seele verlässt die Erde nicht. Beherrscht von dem Wunsch, den Mörder zur Rechenschaft zu ziehen, fährt sie in den Leib der Selbstmörderin Lene von Bechstein. Doch Lenes ­Körper war eigentlich für jemand anderen vorgesehen, und Claire gerät mitten hinein in einen uralten Krieg. (Klappentext)

Der Klappentext beschreibt die wichtigsten Handlungen aus dem Prolog und dem ersten Kapitel und verrät dennoch, worum sich das Buch dreht. Ob in diesem Fall Krieg wirklich das ganz richtige Wort ist, steht auf einem anderen Blatt und es wirkt halt imposanter. Allerdings passt es auch gut zum Schreibstil des Autors, weil es die Brutalität ausdrückt.
Worum es grob geht, hat man relativ schnell herausgefunden. Allerdings ist es nicht so einfach wie es scheint. Es gibt zwar ein paar wenige böse Kandidaten aber der Rest bewegt sich hauptsächlich in einer Grauzone. Auch kommen nach und nach immer mehr Verbindungen zwischen den einzelnen Charakteren ans Licht und jeder hat seinen eigenen Kopf, was denn passieren soll. Einen der beiden Protagonisten kannte ich bereits aus anderen Büchern des Autors, was mir das lesen ein kleines bisschen erleichtert hat. Ich denke aber auch ohne die anderen Bücher findet man sich gut in der Welt zurecht weil der Autor die wichtigsten Fakten auf eine gute Weise einbringt. Ein paar offene Fragen würden zwar bleiben aber die kann man sich auch dann mit den anderen Büchern beantworten.
Ansonsten hat mir die Handlung sehr gut gefallen. Ein paar wenige male war die Handlung der Charaktere zwar vorhersehbar, ab und zu war sie allerdings auch komplett überraschend und dennoch Sinn ergebend.


Charaktere:
Die wichtigste Person in diesem Buch ist Claire. Man erfährt nach und nach mehr von ihr und was in ihr vorgeht. Allerdings kann man sie nur schwer abschätzen, da sie eben nicht einfach nur „Claire“ ist. Allerdings erfährt man auch immer mehr über das, was neu zu ihr gekommen ist.
Eric war mir, wie bereits erwähnt, schon bekannt. Er ist immer noch so, wie ich ihn bereits aus den anderen Büchern kannte. Wenn man die Bücher nicht kennt, erfährt man nicht ganz so viel über ihn. Der Autor beschränkt sich dort eher auf das wesentliche. Ist aber auch ein Argument, die anderen Bücher zu kaufen.
Die anderen Charaktere sind alle mehr oder weniger gut ausgearbeitet. Manche begleiten einen ein ganzes Stück durch das Buch, andere tauchen nur auf, um ein Kapitel später wieder zu sterben. Aber sterben tun sowieso die meisten.

Kritik:
Ich glaube ich bin bereits jetzt durch das lesen von Blogs und auch das selber schreiben ein kleines bisschen kritischer geworden. Ich habe immer wieder drauf geachtet wie viel ich schon über die Charaktere weiß und grade am Anfang, so die ersten 100-150 Seiten hatte ich das Gefühl noch viel zu wenig über die Charaktere zu wissen. Dies hat sich allerdings nach einiger Zeit wieder gelegt und gegen Ende des Buches war ich dann zufrieden mit ihnen.
Andere große Kritikpunkte habe ich an dieser Stelle eigentlich nicht mehr.

What else?:
Ich glaube man muss den Schreibstil von Markus Heitz mögen. In seinen Büchern, die er über den Knaur Verlag veröffentlicht hat, nutzt er einen sehr schnellen und brutalen Schreibstil. Es gibt häufig Verletzte und noch häufiger Tote. Die Bücher sind eindeutig nichts für schwache Nerven. Wen das allerdings nicht stört der wird seinen Spaß mit den Büchern haben, da auch die Vergangenheit teilweise in die Werke eingebunden wird. Dies geschieht auf eine Weise, dass es wirklich so gewesen sein könnte. Insgesamt wird die ganze Fantasy auf eine Art eingebunden, so dass es sehr real wirkt und so auch wirklich existieren könnte. Die Geschichte spielt hauptsächlich in Leipzig, welches schon öfter Schauplatz ähnlicher Bücher des Autors war.
Eine weitere Besonderheit des Buches die ich wirklich super fand waren die Zitate vor jedem Kapitel. Es wurden Zitate von berühmten Persönlichkeiten gewählt, unter anderem von Albert Einstein, Hildegard von Bingen und Wilhelm von Humboldt. Die Zitate hatten alle was mit der Seele zu tun, mal wieder passend zum Inhalt des Buches. Auch dies lässt die ganzen Theorien, die im Buch aufgestellt werden, nochmal ein bisschen realer wirken.

Fazit:
Wie nicht anders zu erwarten hat mir dieses Buch von Markus Heitz mal wieder super gefallen. Ich finde es jedes mal wieder interessant, dass der eine oder andere Bekannte aus einem früheren Buch sinnvoll in das neue Werk eingebunden wird. Ich finde die Bücher von Markus Heitz, die in unserer Welt spielen, wirken immer sehr real und genau das gefällt mir. Wer den Schreibstil allerdings nichts abgewinnen kann wird wohl nicht so viel Spaß mit dem Buch haben.
Ich bin wirklich schon auf den zweiten Teil gespannt und er wird auch wieder mal ein Pflichtkauf sein.
Zusammenfassend ist meine Bewertung somit wohl klar.
5/5 Punkte

Könnte das Buch was für euch sein oder mögt ihr es lieber nicht ganz so blutig?

Euer Büchernerd

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