Freitag, 10. Oktober 2014

[Rezension] Die schweigenden Frauen - Max Landorff

Heute gib es mal eine Fortsetzung von einem Buch mit einem außergewöhnlichen normalen Protagonisten. Viel Spaß:

Allgemeines:
Titel: Die schweigenden Frauen
Autor: Max Landorff
Verlag: Fischer Scherz
Quelle (gilt auch für Cover und Klappentext)

Einleitung:
Mal wieder war ich in einer Buchhandlung (mal was ganz anderes ;) ) und sah dieses Buch. Über den Regler gab es bereits zwei Bücher. Das erste habe ich wirklich gemocht, beim zweiten war es aufgrund des Endes eher eine Hassliebe. Aber nach so einem Ende wollte ich nun endlich wissen, wie es weiterging. Erst ist es auf meine Wunschliste gewandert und dann ist es irgendwann in meinem Regal gelandet.

Cover:
Die schweigenden Frauen
Das Cover hat den gleichen Stil, wie die anderen Regler Bücher. Ein weißer Hintergrund, der für vieles stehen kann. In gewisser weise passt das gut zum Regler, je nachdem, wie man es interpretieren möchte. Der Titel steht mal wieder zusammen mit der Silhouette im Vordergrund. Diesmal ist es allerdings nicht wie bei den ersten beiden Teilen ein Mann sondern eine Frau. Finde ich persönlich passend, da den Frauen, wie der Titel bereits vermuten lässt, eine große Rolle zukommen lässt.
Ich mag die Cover der Reihe. Irgendwie sehr schlicht und doch haben sie was Anziehendes.

Inhalt:
Gabriel Tretjak ist der REGLER. Für die, die es sich leisten können, regelt er Karriere, Liebe, Geld. Da wird in sein Berliner Apartment ein Paket geliefert. Zwei eingeschweißte Frauenbeine, abgetrennt an der Hüfte. Mit einem Tattoo, das nur einer so gut kennt wie der REGLER selbst: sein Bruder. 
Zur gleichen Zeit findet in Niederbayern ein Pfarrer einen abgeschnittenen Frauenkopf vor dem Altar. Und in Südfrankreich wartet eine Frau in einem Cape unter einem Kirchturm. Jede Nacht. Seit Jahren … (Klappentext)

Die Geschichte des Reglers geht weiter. Zu dem Inhalt der Geschichte möchte ich ungern all zu viel verraten. Die Geschichte ist auf jeden Fall wieder typisch für den Regler. Viele größere und kleinere Geschichten und Hinweise, die sich am Ende zu einem großen ganzen Zusammenfügen. Schön war auch, dass man viel über die Vergangenheit des Reglers erfahren hat und so viele Fragen, die man aus den beiden vorherigen Büchern hatte, beantwortet wurden.
Dieses Buch hatte auch wieder ein sehr schönes Ende und ich persönlich vermute, dass es der Abschluss der Regler-Trilogie ist. Ob das wirklich so ist, oder der Autor andere Pläne hat, weiß ich natürlich nicht. Aber dieses Ende würde sich dafür perfekt anbieten.

Charaktere:
Viele Charaktere dürfte der Leser bereits kennen. Den Regler aka Gabriel Tretjak mit dem gleichen undurchsichtigen Verhalten wie eh und je. August Maler, den herzkranken Kommissar, der immer schon eine wichtige Rolle gespielt hat. Und auch die eine oder andere Person, die in einem früheren Buch schon die eine oder andere wichtige Rolle hatte und in den Hintergrund geriet hatte jetzt wieder ihren Auftritt.
Insgesamt verhalten sich die Charaktere so, wie man es von ihnen gewohnt ist, auch wenn es immer mal wieder zu der einen oder anderen Überraschung kommt, was zum Teil auch daran lag, dass man was über die Vergangenheit erfahren hat.

Kritik:
ACHTUNG SPOILER (BÜCHER 2+3)!:
Das Ende des zweiten Buches war wie bereits erwähnt sehr ungewöhnlich. Der Regler lag tödlich verwundet im Krankenhaus und man wusste nicht, ob er es überleben wird. Nicht wirklich das, was man von einem Ende erwartet, besonders weil das Ende des ersten Buches sehr schön abgerundet war.
Im dritten Teil ist der Regler dann direkt von Anfang an wieder direkt fit und es wird am Anfang  einmal kurz im Nebensatz angedeutet, dass er im Krankenhaus war. Später wurde es dann immerhin ein paar mal erwähnt, dass er im Krankenhaus lag. Eine wirkliche Schlüsselrolle hatte es im Buch allerdings nicht und war eher Beiwerk.
Das fand ich persönlich eher unschön, da dass Ende des zweiten Buches somit meiner Meinung nach unnötig war.
Weitere große Kritikpunkte habe ich nicht, da ich bereits genau wusste, was mich erwartet.

What else?:
Der Erzählstil des Autors hat so seine Eigenarten. Zum einen gibt es immer mal wieder eine Vorschau auf das, was gleich passieren wird. Dabei ist er sehr präzise und dennoch stets ungenau, sodass man zwar weiß, was passieren wird aber nicht wie oder warum. Diese Technik wird nicht übermäßig oft genutzt trägt so zum Charme des Buches bei. Der Leser bleibt genau so, wie die Charaktere im Dunkeln, warum dieses oder jenes geschieht, aber er erfährt, was die meisten Charaktere denken und kann somit das handeln auch Großteils nachvollziehen. Ein paar Ausnahmen gibt es natürlich immer, besonders wenn es um den Regler geht.

Fazit:
An sich ein sehr gutes Buch, allerdings weiß ich nicht genau, wie ich die Kritik verarbeiten soll. Muss ich sie eher auf das zweite Buch beziehen oder doch auf dieses? Ich habe mich schließlich dazu entschieden, diesem Buch einen Punkt dafür abgezogen, weil mehr Abzüge dem Buch einfach nicht gerecht geworden wären. Insgesamt kann ich die ganze Regler Reihe empfehlen, jetzt wo das dritte Buch erschienen ist. Vorher war das Bild durch den zweiten Band doch sehr getrübt.
Die Schweigenden Frauen hat den Eindruck zum Glück wieder revidiert aber um den kleinen Abzug kommt es nicht herum.
Insgesamt somit verdiente 4 Sterne.

Mir ist aufgefallen, dass ich momentan wild durch die Genres lese. Wie sieht es bei euch aus?

Euer Büchernerd

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