Mittwoch, 22. Oktober 2014

[Rezension] Das Kosmotop - Andreas Brandhorst

Endlich gibt es mal wieder was von mir. Mein letzter Post ist nicht mal ganz zwei Wochen her und dennoch kommt es mir persönlich wie eine kleine Ewigkeit vor. Am liebsten würde ich öfters Posten, allerdings finde ich meistens nur am Wochenende dazu Zeit und somit ist die Zeit momentan leider relativ knapp. Aber ich will nicht zu viel schreiben, schließlich seid ihr ja für meine Rezension hier ;)

Allgemeines:
Titel: Das Kosmotop
Author: Andreas Brandhorst
Verlag: Heyne
Quelle (gilt auch für Cover und Klappentext)

Einleitung:
Dieses Buch habe ich mal beim shoppen gesehen und es klang nicht schlecht. Also ist es auf meiner Wunschliste gelandet. Ich habe zu meinem Abi/ Geburtstag von zwei befreundeten Familien als Geschenk ein paar Bücher bekommen und dieses war dann mit dabei. Also lag es noch gar nicht so lange auf meinem SuB.

Cover:
Das Cover hat was Mysteriöses und das hat mich beim ersten Blick auf das Cover angezogen. Die Wolken vor dem Universum, die es leicht verhüllen haben einen großen Anteil an dieser Wirkung. Das Raumschiff auf dem Bild könnte ich jetzt spontan nicht zuordnen. Vor dem lesen fand ich es super, jetzt nicht mehr wirklich, da mir persönlich der Bezug zum Inhalt fehlt. Da hätte man, wenn es nach mir ginge, ein besseres Motiv finden können.
Was ich nicht ganz verstehe, ist der Aufdruck „Originalausgabe“ in der rechten oberen Ecke. Ist zwar eine nette Zusatzinfo aber gehört meiner Meinung nach nicht auf das Cover, solange es keine besondere Bedeutung hat. Aber vielleicht kennt ihr ja einen guten Grund dafür?

Inhalt:
Die ferne Zukunft: Die Galaxis wird von intelligenten außerirdischen Zivilisationen regiert – und die Menschheit steht kurz vor dem Aussterben. Einer der letzten Menschen, ein Mann, der sich schon seit Jahrhunderten selbst immer wieder geklont hat, ist inzwischen zum Berater der galaktischen Regierung aufgestiegen. Als auf der alten Erde ein seltsames Artefakt gefunden wird, soll er ermitteln, was es damit auf sich hat. Es birgt, das wird bald klar, das Geheimnis der Zukunft des Universums …

Zuerst muss ich was zum Klappentext sagen. Der Klappentext ist mal wirklich absolut von auch nur dem Hauch eines Spoilers und beschreibt wie es aussieht. Von der eigentlichen Handlung erfährt man bis auf mögliche Akteure noch nichts. Ist mal eine schöne Abwechslung und erfrischend anders. Allerdings ist der Klappentext von meiner Warte aus ein kleines bisschen überdramatisch geschrieben.
Der Inhalt hat sich, wie bereits zu vermuten war, hauptsächlich um das Kosmotop gedreht. Allerdings war das Kosmotop anders eingebunden, als ich zuerst vermutet hatte, aber die Weise war auch logisch und sehr gut nachvollziehbar.
Die Story hat sich hauptsächlich um eine Person gedreht aber es gab auch häufiger mal Kapitel, in denen eine andere Person im Fokus stand. Hinzu kamen ab und zu Rückblicke, die aber alle Handlungsrelevanz hatten, auch wenn die tiefe teilweise erst später bewusst wurde.
Insgesamt fand ich auch die Welt relativ interessant. Man hat nach und nach immer mehr Informationen bekommen und konnte sich so vieles nach und nach erklären. Ich hätte allerdings an einigen Stellen gerne noch ein paar Informationen mehr gehabt.

Charaktere:
Der Protagonist dieses Buches war Corwain. Ich fand ihn relativ sympathisch und konnte sein Handeln Großteils nachvollziehen. Gegen Ende hat er sich sehr stark verändert aber auch dies war sehr gut nachvollziehbar gestaltet.
Besonders interessant fand ich aber Solace, die Freundin von Corwain. Sie ist ein sehr interessanter Charakter und vollendet den Protagonisten erst. Das Zusammenspiel der beiden Charaktere war wirklich schön zu lesen.

Kritik:
Fangen wir mal bei den Charakternamen an. Bestimmte Charaktere hatten sehr exotische Namen, die auch noch sehr lang waren. Manchmal wurde die Kurzform benutzt, öfters aber auch mal der volle Name. Dann musste man immer erst überlegen wer das nochmal war, da sich die langen Formen doch relativ kompliziert lasen. Damit ihr nachvollziehen könnt, was ich meine, hier ein Beispiel, wie die Namen einer bestimmten Gruppierung gestaltet waren: Jae-al-Escoe-Hoivinio-tan Mauleon-Caliquire-tan-Neszulan. Und ja, das war ein einzelner Name.
Ein weiterer Punkt, den ich nicht ganz gelungen fand, war die Einbindung von Rückblicken.  Teilweise habe ich erst nach ca. einer Seite gemekrt, dass es ein Rückblick war und musste sie dann noch einmal überfliegen, um das Geschehen richtig zuordnen zu können. Dies war leider kein Einzelfall. Dieser Effekt ist schätzungsweise dadurch entstanden, dass die Story am Anfang nicht ganz linear war und einzelne Kapitel vor den Rückblicken so geendet haben, das fast alles als nächstes hätte passieren können.

What else?:
Die Welt ist teilweise sehr abstrakt, so dass man sich teilweise ein bisschen mehr Zeit nehmen muss für das Buch. Ich habe das Buch dennoch relativ zügig gelesen, auch wenn ich glaube, dass ich bei einem zweiten lesen noch neue Informationen finden könnte, da es wie gesagt zum Teil sehr abstrakt und somit auch kompliziert ist. Dies lässt sich auch am Glossar am Ende des Buches erahnen. Das Glossar besteht aus neun ein halb dicht bedruckten Seiten, in dem man nochmal einzelne Dinge nachschlagen kann, wenn es zu komplex werden sollte.

Fazit:
Insgesamt war es ein Buch, bei dem mir das Lesen spaß gemacht hat. Allerdings sind die Kritikpunkte nicht komplett unerheblich weswegen es hier Abzüge gibt. Besonders interessant fand ich die Idee der Algostochastik die in diesem Buch besonders gegen Ende eine gewisse Bedeutung hatte. Aber es wird auch nicht in den Vordergrund gedrängt, sodass auch jeder, der Mathe nicht wirklich mag, kein Problem mit dem Buch haben wird.
Zusammen fassend kann man sagen ein Buch mit interessanten Gedanken aber auch ein paar Mängeln. Deswegen meine Wertung:
4 Sterne mit einer leichten Tendenz nach unten.

So ganz langsam baue ich meinen SuB wieder ab. Wie sieht es bei euch aus?

Euer Büchernerd

Kommentare:

  1. SuB-Abbau? Es sind ja wider Ferien. xD Obwohl ich zurzeit wieder Lust auf Büchershopping habe. ^^

    Dieses Buch ist allerdings wohl nichts für mich, trotzdem eine sehr schöne Rezension, ich finde, dass du sehr begründet rezensierst - weiter so! :)
    Ja, es gibt ziemlich viele Klapptexte, die einfach teilweise maßlose überdramatisieren. -,- Mich nervt das mittlerweile ein wenig - klar, es ist bessere Werbung, aber es gibt nicht wirklich den Inhalt wieder, wenn einfach mal übertrieben wird. Das beste Beispiel - vermutlich außerhalb deines Zielgenres - ist "Nele oder das zweite Gesicht" von Monika Feth. Eine einfache, weitgehend wenig spannende und eher unterhaltsame Geschichte, bei der der Klappentext genau das Gegenteil verspricht. -,-

    Liebe Grüße :)

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    1. *wieder

      PS: Ich hab dich übrigens mal wieder getaggt ^^: http://buchtraumwelten.blogspot.com/2014/10/tag-fragen-uber-fragen.html

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    2. Für mich gibt es leider erstmal keine Ferien mehr :D Nachdem ich mir ja letzten Monat keine Bücher gekauft hatte, habe ich mir diesen Monat mal wieder 2 gegönnt, das letzte heute :)

      Es freut mich zu hören, dass meine Rezensionen gut zu lesen sind. Beim schreiben kommt es mir teilweise so vor, als wenn ich zu viel quatsche/ wiederhole :D
      Ja, dieses Überdramatisieren kommt leider gerne mal vor. Aber ich glaube es ist auch gar nicht so einfach, einen spannenden Klapptext zu schreiben, der gleichzeitig Lust auf das Buch macht und dennoch nicht zu viel verrät. Wirklich richtig gute Klapptexte sind ja fast schwerer zu finden als richtig gute Bücher ;)

      Danke für das Taggen, ich hatte es schon gesehen und wollte es egtl. auch noch kommentiert haben, aber irgendwie hatte ich es verplant...
      Die Fragen sind echt super, mal gucken was ich draus mache ;)

      Liebe Grüße :)

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