Freitag, 5. September 2014

[Rezension] Die Brücke der Gezeiten, Ein Sturm zieht auf - David Hair

Hier meine zweite Rezension, ich hoffe, dass Fortschritte erkennbar sind ;)

Allgemeines:
Titel: Die Brücke der Gezeiten 1: Ein Sturm zieht auf
Originaltitel: Mage’s Blood (The Moontide-Quartet 1) Part One
Autor: David Hair
Übersetzer: Michael Pfingstl
Verlag: Penhaligon
Quelle (gilt ebenso für Cover und Klappentext)

Einleitung:
Ich musste noch ein kleines Buchgeschenk besorgen, also ging es mal wieder in die Buchhandlung. Ich hatte noch einen Gutschein zu Hause, den ich dann auch noch gleich mitnahm. Nach Abzug des Preises für das Geschenk blieben noch ca. 15€ über. Das Buch meiner heutigen Rezension hatte ich früher schon mal gesehen und es klang wirklich gut. Durch Zufall hatten sie das Buch ausliegen und es kam auch noch genau 15€. Meine Reaktion darauf ist bestimmt nicht schwer zu erraten.

Cover:

Das Cover ist in einem angenehmen Blau gehalten und im Hintergrund ist ein Teil der Weltkarte, sowie ganz rechts oben auch die Leviathanbrücke. Die Brücke ist auch nochmal in der Mitte des Covers als Zeichnung von der Seite zu sehen. Ich finde die Zeichnung sehr schön und umso mehr hat es mich gefreut, die Zeichnung am Anfang jedes Kapitels wiederzufinden.
Den einsamen Reiter kann ich so nicht einem einzelnen Charakter zuordnen aber man hat einen gewissen Spielraum für Interpretationen.
Mich hat das Cover auf den ersten Blick angesprochen und auch jetzt gefällt es mir noch.

Inhalt:
Die Mondflutbrücke liegt tief unter der Ozeanoberfläche. Aber alle zwölf Jahre erhebt sie sich aus den Fluten und verbindet die beiden Kontinente Yuros und Antiopia. Zweimal schon hat Yuros seine Armeen von Kriegern und Magiern über die Brücke geführt, um das Nachbarreich zu unterwerfen. Jetzt naht die dritte Mondflut, und der Westen rüstet sich zum finalen Schlag. Aber es sind nicht Armeen, sondern drei unscheinbare Menschen, die über das Schicksal der Welt entscheiden werden …
(Dies ist der Originaltext. Ich konnte leider nicht den von der Internetseite 1:1 übernehmen, weil da wieder zu viel drinsteht, auch wenn es nur ein paar Worte mehr sind)

Dies war der Klappentext des Buches. Ich finde er beschreibt die Handlung einigermaßen gelungen. Er beschreibt die Richtung in der die Handlungsstränge des Buches laufen ohne viel zu verraten.
Wie ihr vielleicht erraten konntet ist das Buch im Wesentlichen in drei Handlungsstränge unterteilt und ab und zu gibt es noch einen Nebenschauort.
Ich hätte fast erwartet, dass die Erzählstränge gegen Ende des Buches zusammenlaufen aber davon war auf der letzten Seite nicht einmal was zu erahnen. In der Vergangenheit hatten die Protagonisten bzw. deren Eltern schon einmal miteinander zu tun gehabt, allerdings kann man daraus nicht schließen, wie die Handlungsstränge zusammengeführt werden sollen, wenn dies überhaupt geplant ist.
Insgesamt war die Handlung angenehm abwechslungsreich, was z.T. auch an den Charakteren lag, aber dazu später mehr. Jeder Strang hat seinen ganz eigenen Charme und nimmt einen mit.
Die Welt ist an unsere angelehnt und man kann so einige Parallelen erkennen, besonders Indien ist sehr präsent. Mich persönlich hat dies aber nicht gestört, da der Autor aus diesen Fakten seine eigene Welt erschaffen hat.

Charaktere:
Die drei großen Protagonisten: Elena, Alaron und Ramita, alle komplett unterschiedlich und jeder mit seinem eigenen Charme. Elena präsentiert in diesem Buch die starken Frauen, obwohl es eher eine altertümliche Gesellschaft ist, in der die Männer mehr Macht haben.
Ramita könnte man größtenteils als das Gegenteil bezeichnen und sie ist dennoch auf ihre Art sehr mutig.
Alaron würde ich irgendwo zwischen diesen beiden Charakteren einordnen.
Zu keinem Zeitpunkt kam mir ein Charakter unauthentisch vor. Jeder Charakter hat eine mehr oder weniger prägende Vergangenheit und handelt dementsprechend. Allerdings merkt man auch, wie sich die Charaktere in dem Buch weiterentwickeln und die eine oder andere Sache anders angehen. Mal wird Hilfe von außen benötigt, mal kommt die Kraft von innen.
Man ist immer gespannt wie es mit den verschiedenen Charakteren weitergeht und auch die Nebencharaktere sind mir häufig schnell ans Herz gewachsen.

Kritik:
Irgendwas Schlechtes kann man ja immer finden. Diesmal ist es die Innenseite der Klappbroschur. Hier kann der interessierte Leser eine zweite Inhaltsangabe finden, die man sich meiner Meinung nach aber nicht antun sollte. In dieser Inhaltsangabe wird mehr auf die drei Erzählstränge eingegangen. Allerdings wird je nach Erzählstrang ein bisschen viel vorweggenommen. Elenas Strang finde ich sehr gut zusammengefasst, ohne dass zu viel verraten wird. Mein Problemstrang war der Alarons. Ein Ereignis, welches erwähnt wird, passiert erst auf Seite 300 im Buch und ist nicht grade unwichtig. Nächstes mal würde ich die Inhaltsangabe vorher nicht lesen!

What else?:
Ganz am Ende des Buches befindet sich noch ein Anhang. Diesen finde ich sehr gelungen. Zum einen stehen da wie in so manchem Anhang die handelnden Personen drin. Dies ist noch nichts Besonderes, aber dann wird es interessant.
Zum einen enthält der Anhang noch ein kleines „Wörterbuch“. Wenn die Worte im Buch genutzt wurden, war aus dem Kontext stets die Bedeutung klar und dennoch war es schön, am Ende nochmal die „offiziellen“ Übersetzungen zu lesen.
Zuletzt werden nochmal ein paar Grundlagen über die Welt beschrieben. Auch diese konnte man sich bereits aus dem Text erschließen, allerdings liegen sie hier in gesammelter und teilweise leicht erweiterter Form vor. So wird z.B. noch einmal auf die Zeitzählung oder die Religionen eingegangen.
Zusätzlich sind auf den Rückseiten des Umschlages noch Karten von den zwei Kontinenten die in einem schönen Stil gedruckt sind und wahrscheinlich auch so oder so ähnlich als Wandteppich in einem Palast hängen könnten.

Fazit:
Ein insgesamt sehr gelungenes Buch. Wer sich nicht von den Parallelen zur Richtigen Welt stören lässt und vlt. Noch die Innenseite der Broschur ignoriert wird seinen Spaß mit dem Buch haben. Es werden sehr interessante Geschichten der einzelnen Protagonisten erzählt und auch wenn man sich sehr auf die Protagonisten konzentriert merkt man, wie sich die Welt um sie herum langsam verändert, je näher die Mondflut rückt. Das Ende dieses Bandes ist zwar relativ offen aber es ist ertragbar und nicht unnötig zum weiterlesen zwingend. Aber das hat dieses Buch auch nicht nötig, weil ich trotzdem demnächst die Fortsetzung lesen möchte.
Bevor ich begonnen habe diese Rezension zu schreiben war ich noch sehr unsicher, ob ich diesem Buch 4 oder 5 Sterne geben sollte. Je mehr ich in dieser Rezension geschrieben habe, desto klarer wurde, dass es nur Antwort auf die Frage geben kann.
Das Buch hat 5 Sterne verdient (Eine eigene Skala werde ich demnächst versuchen zu designen).

Ich hoffe die Rezension hat euch wieder gefallen.

Euer Büchernerd

Kommentare:

  1. Das Buch klingt guuut! Und ich muss sagen, dass Cover gefällt mir sehr gut, irgendwie hats mir die Landkarte in den Ecken angetan ^^
    Übrigens war ich mal so frei, dich zu taggen :)
    http://duncelbunt.blogspot.de/2014/09/emoki-book-tag.html

    Ich würde mich freuen wenn du mitmachst.
    Liebe Grüße, MissDuncelbunt :)

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  2. Ich bin durch das Buch auch nur durch das Cover aufmerksam geworden. :D Ich es schön, dass die Welt in genau dem Stil des Covers auch nochmal im Buch ist.
    Deinen Tag hatte ich schon gesehen und ich werde auf jeden Fall mitmachen ;)
    Muss nur mal gucken wann, wahrscheinlich frühestens Sonntag, weil ich morgen den ganzen Tag unterwegs bin und dann noch einen Post schreiben muss, der Priorität hat.

    Liebe Grüße

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    1. Die erste Antwort bekomme ich nie hin... darf ich das heute mal auf die Uhrzeit schieben? ;)

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