Freitag, 26. September 2014

[Rezension] Das Rachespiel - Arno Strobel

Es gibt mal wieder ne neue Rezension von mir. Die nächste ist auch schon geschrieben und muss nur noch fertig gestellt werden. Der nächste Post sollte also nicht all zu lange auf sich warten lassen. nun aber viel Spaß ;)

Allgemeines:
Titel: Das Rachespiel
Autor: Arno Strobel
Verlag: FISCHER Taschenbuch
Quelle (gilt auch für Cover und Klappentext)

Einleitung:
Warum ich das Buch ausgewählt habe weiß ich gar nicht mehr so genau. Irgendwie hatte es mich angesprochen und nach lesen des Klappentextes ist es dann auf meiner Wunschliste gelandet obwohl ich sonst gar keine Psychothriller lese.
Ich habe es dann von meinem Cousin zum Geburtstag bekommen. Ihm wurde beim Kauf von der Buchhändlerin gesagt, dass es Ähnlichkeiten mit Saw haben soll.

Cover:
Das Rachespiel
Der Hintergrund ist komplett schwarz. Mag zuerst nach einem ganz Standard Hintergrund aussehen bei dem nicht viel Mühe investiert wurde. Dies mag zwar möglich sein, allerdings passt die Schwärze sehr gut zum Inhalt des Buches, weshalb ich davon ausgehe, dass dies Absicht war. Weiterhin ein muskulöser Mann mit einem nackten Oberkörper (was auch sonst?). Die Pose mag zwar noch zum Buch passen, der entblößte Oberkörper leider überhaupt nicht. Vielleicht ist dies ja das männliche Pendant zum nichtssagenden Mädchengesicht? Der Titel ist in einem lilanen Farbton gehalten. Normalerweise nicht so meins, aber im Zusammenspiel mit dem schwarzen Hintergrund hat es einen ganz eigenen Ausdruck.
Insgesamt also größtenteils Bezug zum Titel mit einem bisschen Wirkung.

Inhalt:
»Erfüllst du deine Aufgabe, kommt er frei. Erfüllst du sie nicht, wird er sterben.«

Frank Geissler glaubt an einen Scherz, als er die Website aufruft: Ein Mann, nackt, am Boden festgekettet, in Todesangst. Daneben ein Käfig voller Ratten, unruhig, ausgehungert.
Frank kann den Mann retten, heißt es. Aber nur wenn er Teil des »Spiels« wird und seine erste Aufgabe erfüllt. Angewidert schließt er die Website, doch kurz darauf ist der Mann tot. Und Frank beginnt zu zweifeln. Hätte er dem Unbekannten helfen können? Hätte er nicht sofort die Polizei informieren müssen? Aber es ist zu spät. Und nicht nur für den Toten. Auch Frank ist schon mittendrin. Mittendrin in einem Spiel, in dem er einer der Vier ist, einer der vier Kandidaten, für die es um alles geht. Um ihr eigenes Leben. Aber auch um das Leben aller, die ihnen etwas bedeuten … 

Ein Spiel um Leben und Tod. Wer stirbt, wer überlebt? Klingt an sich gut und war es dann auch, nachdem es endlich mal losging. Nachdem man in das Buch reingekommen war hat es einfach gefesselt. Der Mittelteil war spannend und man wollte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Man wollte einfach unbedingt wissen, wie es weitergeht. Die Story ist um vier Personen aufgebaut und man hat nur die Innensicht einer Person. In diesem Fall ist dies die richtige Wahl, anders hätte man den Psychothriller nur schwer aufbauen können. Wem welche Rolle zukommt ist nicht ganz einfach zu erraten, allerdings hat sich bei mir ein Gefühl entwickelt wer „die Person“ sein könnte und ich hatte auch noch Recht. Offensichtlich ist dies allerdings nicht wirklich.

Charaktere:
Es gibt vier Protagonisten, weiß allerdings nur von einem, was in ihm vorgeht. Über diesem erfährt man auch zu Beginn des Buches ein bisschen. Über die restlichen Charaktere erfährt man allerdings nicht ganz so viel. Der Story gemäß, erscheint es zwar während des Lesens des Buches logisch, dass man nicht mehr über die Charaktere erfährt. Wenn man das Buch aber reflektiert merkt man, wie wenig man über die anderen Charaktere erfahren hat. Auch die Entscheidungen der Personen konnte ich leider nicht immer nachvollziehen, auch wenn es sich um Stresssituationen gehandelt hat.

Kritik:
Ich fange mal ganz vorne an. Nach den ersten 20 Seiten war ich wirklich am überlegen, ob ich das Buch nicht erstmal wieder zur Seite legen sollte. Am Anfang des Buches muss der Protagonist etwas am Computer erledigen und es klang einfach übertrieben künstlich. Ungefähr so, als ob der Autor ausdrücken wollte, dass der Autor sich super mit Computern auskennt, obwohl es gar nicht so ist. An einer Stelle liest es sich sogar so, als ob der Protagonist, ein Diplom Informatiker, noch nie etwas von HTML gehört hat.
Danach ging es dann erst nur ganz langsam bergauf. Die ersten 50 Seiten waren relativ langweilig aber dann wurde die Spannung stark angezogen. Leider kam gegen Ende des Buches, als es immer noch spannend war, ein Rückblick, der über vier Kapitel ging. Einzelne Rückblicke waren zwischendurch immer wieder aufgetaucht und hatten die Spannung nicht zerstört. Die vier Kapitel am Stück habe ich allerdings als nicht besonders spannend empfunden und so hat ganz kurz vor Ende die Leselust nochmal ein kleines bisschen nachgelassen.
Das Ende an sich war ganz ok. Ich bin immer noch am überlegen ob ein Bad End nicht besser gewesen wäre, aber der Autor hat sich nun mal dagegen entschieden und ich muss jetzt wohl damit leben.



Fazit:
Das Buch war spannend, das steht außer Frage. Aber wie viel ist Spannung alleine wert? An sich ist das Buch meiner Meinung nach nichts Besonderes. Wie man vorher schon herauslesen konnte, habe ich so einige Verbesserungsvorschläge an dem Buch und somit ist schon einmal klar, dass es nicht die volle Punktzahl erhalten kann. Das Buch lebt rein von der Spannung. Da sie sich leider erst aufbauen muss und auch am Ende nochmal abflaut, muss ich auch hier noch einmal Punkte abziehen. Ansonsten war das Buch aber in Ordnung und vielleicht war es auch einfach nicht mein Genre. Wer Lust auf ein spannendes Buch hat und sich von dem langsameren Spannungsaufbau nicht stören lässt, wird auf jeden Fall seinen Spaß mit dem Buch haben.
Insgesamt gibt es somit 3 Sternchen mit einer leichten Tendenz nach oben.

Lest ihr Psychothriller?
Euer Büchernerd

Kommentare:

  1. Nö, ich lese keine Psychithriller :P
    Das klingt ja echt komisch das Buch irgendwie :D vor allem das mit dem html und so. Ungefähr wie Plus und Plus ergibt minus!? :D

    Warum machen Autoren das, dass sie mit ellenlangen Rückblicken die Spannung zerstören!? Also was soll das? Bei DoSaB (du weißt ja, welches Buch gemeint ist :P) war es das Gleiche -.- :D

    Liebe Grüße! :)

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ja ungefähr in die Richtung ging es. Vielleicht nicht ganz so schlimm aber er verhält sich so wie ein typischer 08/15 Nutzer und nicht wie ein Diplominformatiker, der auch noch eine eigene Firma hat :D

      Ich weiß es auch nicht. An sich waren die einzelnen Rückblicke über das Buch verteilt auch nicht schlecht, aber mehrere Kapitel am Stück sind einfach zu viel...
      Aber es gibt zum Glück auch ein paar Autoren, die das verstehen :D

      Liebe Grüße :)

      Löschen