Donnerstag, 28. August 2014

[Rezension] Zero - Marc Elsberg

In meinem ersten Post habe ich geschrieben, dass meine erste Rezension auf Anfrage entstanden ist. Jetzt wo ich aber einen Blog habe möchte ich sie euch natürlich nicht vorenthalten. Die Rezension wurde am Montag den 14.07 geschrieben, also einen Tag nach dem WM-Sieg. Ich hoffe sie gefällt euch und wünsche viel Spaß beim lesen:



Da nimmt man mal relativ spontan an einer Lesenacht teil und schon sitze ich hier und schreibe meine erste Rezension. Wo soll das nur enden? 

Einleitung:
Ich wollte in den Urlaub fliegen und brauchte noch ein schönes Buch dafür, also ab in die nächste Buchhandlung. Beim Stöbern entdeckte ich die eine oder andere Fortsetzung von guten Büchern, die ich mir noch kaufen möchte, war mir aber noch unsicher welches ich denn für den Urlaub mitnehmen soll. Schließlich sah ich „Zero“. Das Erstwerk des Autors mit dem Titel Blackout hatte ich das Jahr davor im Urlaub gelesen und somit hat sich mir „Zero“ geradezu aufgedrängt.

Cover:
Das Cover des Buches sieht auf den ersten Blick sehr schlicht aus. Der Titel in einem kühlen Blau auf einem schwarzen Hintergrund, zusätzlich der Untertitel und der Name des Autors in weiß. Dies dachte ich zumindest als ich das Buch von weitem sah. Von nahem wurde aber eine weitere Finesse des Covers sichtbar: Der Hintergrund war nicht pur schwarz sondern bestand komplett aus Binärcode, eine sehr passende Idee. Ob hinter dem Binärcode noch eine Bedeutung steckt oder ob er nur zur Deko dient, weiß ich nicht und habe mir auch nicht die Mühe gegeben es herauszufinden. Insgesamt finde ich das Cover sehr gelungen, schlicht und doch hat es das gewisse etwas.

Inhalt:
200 Wörter und noch kein einziges zum Inhalt… Aber das kommt jetzt.
Ich habe mir zuerst den Klappentext angeguckt und dann angefangen zu lesen. Nach dem ersten 10-20 Seiten habe ich mich gefragt ob ich das richtige Buch lese. Die Namen stimmten zwar alle und doch konnte ich mir noch keinen Reim daraus machen, wie der Klappentext und die Geschichte zusammenpassen. Danach ging es dann aber relativ schnell, bis das erste Ereignis aus dem Klappentext eintrat und im Nachhinein hat der Anfang dann doch sehr gut zu der gesamten Geschichte gepasst.
Die Geschichte wurde in mehreren Strängen erzählt, sodass man auch vieles aus anderen Perspektiven sehen konnte. Dies gefällt mir bei Büchern generell sehr gut und da bildet auch dieses Buch keine Ausnahme. Insgesamt finde ich die Story des Buches gut durchdacht und auch die technischen Werkzeuge die im Buch vorkommen empfinde ich als gut gewählt, vlt. auch, weil ich selbst eines davon besitze. Die parallelen zur Realität sind unverkennbar und grade das macht auch einen Teil des Charmes für die Leser aus, sowohl für die, die an Technik interessiert sind als auch für alle anderen, da immer wieder Denkanstöße über das eigene Handeln im Internet gegeben werden. Auch den Abschluss empfinde ich als gelungen.

Charaktere:
Die Charaktere des Buches sind im Allgemeinen angenehm mehrschichtig. Mehrere durchlaufen eine Entwicklung während des Buches, bei manchen kommt es auch zu unerwarteten Wendungen. Lediglich bei zwei oder drei Personen musste ich immer wieder erst überlegen wer das nochmal ist, da sie relativ ähnlich waren und man aufgrund verschiedener Gründe nicht ganz so viel erfährt, wie über die anderen Personen.

Kritik:
Bis jetzt habe ich ja fast nur gutes zum Buch gesagt, also muss auch noch ein bisschen Kritik folgen. Ich hatte ja bereits geschrieben, dass ich dieses Buch und „Blackout“ vom gleichen Autor beide im Urlaub gelesen habe. Dazwischen lag ungefähr ein Jahr. Beide male war ich in dem gleichen Hotel, allerdings wurde dieses in dem einen Jahr renoviert. Was bei dem Hotel super geklappt hat, fand ich bei dem Buch nicht ganz so gut. Mir persönlich kamen die Charaktere bzw. die Verhältnisse ähnlich, wie die in „Blackout“ vor. Ich habe versucht die Geschichten zu entwirren und die parallelen darzulegen. So richtig gelingen wollte es mir nicht und dennoch blieb das Gefühl, dass es das gleiche Gerüst nur mit einem anderen Thema und somit ein bisschen angepasst ist. Der Geschichte des Buches tut dies natürlich keinen Abbruch und dennoch bleibt ein leicht fades Gefühl zurück und ich bin gespannt ob dies im nächsten Buch von Marc Elsberg besser wird oder ob er auch wieder ein ähnliches Gerüst benutzt.

Fazit:
Insgesamt hat mir das Buch wirklich gut gefallen. Es gab ein paar spannende Wendungen und es war auch sehr interessant zu erfahren, wie Charaktere auf Wendungen reagieren würden, von denen man bereits aus anderen Erzählsträngen wusste. Auch das Ende des Buches kam nicht übereilt, sondern es wurde konsequent darauf zugearbeitet. Ein weiterer Pluspunkt des Buches ist, dass es endlich wieder ein realitätsnahes Technikbuch ist. Ich liebe solche Bücher einfach, bloß leider gibt es von solchen viel zu wenig oder ich kenne einfach zu wenig…
Dennoch kann ich für dieses Buch nicht die vollen Punkte geben. Zum einen aufgrund meines Empfindens der Renovierung, zum anderen weil ich dann nicht mehr wüsste, wie ich Bücher bewerten sollte, die ich als noch besser empfinde und ja solche habe ich in dieser Richtung von Büchern schon gelesen. Somit wird das Buch nun passend zur WM 4/5 Sternen bekommen mit einem kleinen Plus neben der 4, da die Tendenz auf jeden Fall eher positiv als negativ ist.

Schlusswort:
Da wollte ich ne kurze Rezension schreiben und dann sind es doch über 800 Wörter geworden. Ich hoffe ihr wurdet davon nicht erschlagen und es hat euch gefallen.


Euer Büchernerd

Kommentare:

  1. Hallo! :)
    Erstmal würde ich dir gerne einen Tipp für die Zukunft geben: Mir hat so ein bisschen die Inhaltsangabe gefehlt, da ich das Buch vorher nicht kannte. Normalerweise kannst du da einfach den Klapptext übernehmen. Außerdem könntest du auch das Cover in deine Rezension einfügen, die kannst du meistens einfach auf der Verlagsseite legal downloaden.
    Ich muss sagen, dafür, dass es deine erste Rezension geworden ist, ist sie ziemlich gut geworden. Viele erste Rezensionen bestehen aus fünf relativ nichtssagenden Sätzen, aber deine Rezension ist ausführlich, begründet und nachvollziehbar und damit eigentlich wirklich gut. Du gehst auf verschiedene Punkte ein und gibt's einen guten Einblick in das Buch. Kompliment. ;)

    Liebe Grüße,
    deine Dana :)

    PS: Ich mag lange Rezensionen. ^^

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  2. Hey Dana,
    zuerst einmal vielen Dank für deine Verbesserungsvorschläge, ich werde sie auf jeden Fall beherzigen und vlt. auch schon bei meiner nächsten Rezension anwenden ;)
    Ich finde es schön, dass du sie ansonsten gut findest. Irgendwie kann ich mir schwer vorstellen, dass man nur ein paar Sätze schreibt. Ich habe einfach ohne Plan los geschrieben und die Länge hat sich dann wie von selbst ergeben :D
    Ich hoffe, dass ich das Niveau mit der nächten Rezension halten oder besser noch verbessern kann :)

    Beste Grüße

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    1. Ich muss beim Antworten auf jeden Fall noch besser aufpassen... :D

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  3. Guck mal :P
    http://anna-buecher.blogspot.de/2014/08/tag-buchstockchen.html

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